Mittwoch, 21. Juni 2017

Buchrezension: "Julis Schmetterling" von Greta Milán (Schmetterlingsreihe 1)

Autor: Greta Milán
Titel: Julis Schmetterling

Reihe: Schmetterlingsreihe, Band 1
Verlag: Montlake Romance/Amazon
Format: eBook (Auch als Taschenbuch erhältlich!)
Seitenzahl: ca. 386

Erscheinungsjahr: 2014
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 

Genre: Drama; Romanze

Schlagwörter: Epidermolysis bullosa, Vertrauensprobleme
Leseprobe: *klick*


Mit einem Klick aufs Bild zu Amazon!

Klappentext:

Bei einer Vernissage begegnet die attraktive Julietta dem unnahbaren Fotografen Bastian. Sofort spürt Juli Schmetterlinge im Bauch. Aber Bastian hegt ein Geheimnis: Seit seiner Geburt leidet er an einer seltenen Hautkrankheit, aufgrund derer er sich außergewöhnlich schnell verletzt.Sein Leben ist geprägt von Schmerz und Zurückweisung, seine Gedanken werden beherrscht von Selbstzweifeln und Misstrauen. Juli will ihm helfen, seine Befangenheit abzulegen und sich ihr zu öffnen. Doch sie ahnt nicht, wie tief seine Wunden tatsächlich sind.

Erster Satz: 

Die junge Ärztin sah freundlich hinab auf den kleinen Jungen, der sich unsicher hinter seinem verschlissenen Stoffteddy versteckte. 

Meinung: 

Das Cover ist wirklich hübsch. Schlichte Eleganz zeichnet sich manchmal eben doch aus.

"Julis Schmetterling" ist ein guter Titel. Er passt zur Geschichte, weil der Begriff "Schmetterlingskinder" auch für Betroffene von Bastians Hautkrankheit verwendet wird.

Erzählt wird aus der personalen Perspektive, wobei sowohl Julis als auch Bastians Sicht vorkommen. Letzterer hat aber deutlich weniger Textanteil, wahrscheinlich um die Spannung besser erhalten zu können. Schließlich sind Geheimnisse nur noch halb so interessant, wenn der Charakter sie gleich erzählen würde, nicht wahr?
Die Geschichte ist gut geschrieben. Ich habe sie trotz des schweren Themas rasch lesen können.

Ich denke, ich bin nicht die Einzige, die vor der Lektüre dieses Romans noch nie von Epidermolysis bullosa gehört hat. Dafür ist die Krankheit zu selten. Aber was ich dem Buch entnehmen konnte, war, dass es eine schreckliche Krankheit ist. Das Thema geht einem nahe, besonders wenn es von der Autorin auch noch so authentisch und einfühlsam beschrieben wird. Die Verbindung zwischen Liebesgeschichte und diesem Thema macht die Geschichte besonders und lesenswert.
Juli und Bastian sind geeignete Protagonisten. Julis Einfühlsamkeit ist Sanftheit ist wirklich einprägsam. Bastian hat mir auch gut gefallen mit seinen Mauern und seiner Zerbrechlichkeit, die seine Männlichkeit nicht infrage stellt. Dass die beiden die meiste Zeit der Geschichte nur wenig miteinander reden und ihre Beziehung in erster Linie über Sex aufbauen, ist jedoch ein Punkt, der mich stört. Immer wurden Gespräche aufgeschoben und durch Geschlechtsverkehr ersetzt - bis es irgendwann nicht mehr ging. Wenigstens blieb Juli nach dem großen Streit eine ganze Weile hart, was wirklich eindrucksvoll ist. Sonst sind die sanftmütigen Frauen in Liebesgeschichten nicht so konsequent.
Auch die Nebencharaktere sind sehr interessant. Der zweite Band ist einer von ihnen gewidmet. Ich weiß noch nicht, ob ich den lesen werde. Aber der dritte soll sich wieder mit Juli und Bastian befassen, was mich mehr interessiert.

Fazit: 

4* 
Eine seltene Hautkrankheit, interessante Protagonisten und eine ruhige Liebesgeschichte, in der Vertrauen eine große Rolle spielt, all das macht diesen Roman interessant. Er ist nicht perfekt, aber allein wegen der Thematik würde ich ihn empfehlen.

Hast du "Julis Schmetterling" gelesen? Was hältst du von außergewöhnlichen Krankheiten in Geschichten? 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen