Mittwoch, 1. März 2017

Buchrezension: "This ain't love" von Rosha Reads

Autor: Rosha Reads
Titel: This ain't love
Verlag: dead soft
Format: eBook (Auch als Taschenbuch verfügbar!)
Seitenzahl: ca. 260

Erscheinungstermin: 17.03.2016
Altersempfehlung: ab 16 Jahren (von mir so eingeschätzt)

Genre: Contemporary; Gay Romance

Schlagwörter: Gesellschaftsschichten, Escort
Leseprobe: *klick*

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Klappentext:

Finn wünscht sich einen festen Partner. Sex ohne Liebe ist nicht sein Ding. Ganz anders sein neuer Nachbar Kyle. Der sieht nicht nur verdammt gut aus, er hat auch noch ein ausgefallenes Hobby: Er arbeitet als Luxus-Callboy. Die beiden haben wirklich nichts gemeinsam, doch durch ein kurioses Missgeschick lernen sie sich näher kennen. Und wider Erwarten mögen sie sich. Doch Liebe ist das auf keinen Fall!


Erster Satz:

Finn bohrte seinen Kopf tiefer in das Kissen. 


Meinung:

Ein langweiliges Cover. Wo "Der Date-Manager" noch überzeugen konnte, fehlt es bei diesem hier an dem besonderen Etwas. Dabei sind die Geschichten im selben Verlag und mit ähnlichen Charakteren erschienen, aber bei "This ain't love" ist das Cover einfach lahm. Einzig die Gestaltung des Schriftzugs ist nett anzusehen.

Der Titel ist okay, aber es ginge besser. Abgesehen davon hätte das Buch auch auf Englisch sein können. Denn das könnte man bei einem englischen Titel denken. Mich hätte das nicht gestört, da ich auch auf Englisch lese, aber es könnte sein, dass andere Leser dadurch abgeschreckt werden.

Auch in diesem Band erzählen sowohl Finn als auch Kyle aus der personalen Perspektive. Das macht beide Figuren greifbar für den Leser.

Den Schreibstil mag ich gern. Man kann das Buch sehr schnell lesen, ohne sich großartig anstrengen zu müssen. Dennoch gibt es einige hübsche Stellen, die die Autorin eingebaut hat. Ich mag es ja, wenn Leute ausgeglichen schreiben. Also an den richtigen Stellen poetisch und sonst eher nüchtern und klar. Das zeugt für mich von Können.

Seine Laune war so tief gesunken, dass sie die U-Bahn eine Viertelstunde vor ihm erreichte.
eBook, 18%, Position 506

Bei der Handlung muss ich leider ein paar Abstriche machen. Der Klappentext lässt schon eine durchschnittliche Geschichte vermuten - und genau die kriegt man auch. Das bedeutet nicht, dass ich sie nicht gerne gelesen hätte! Aber man liest dieses Buch nicht, weil man auf spannende, abwechlsungsreiche Wendungen hofft. Selbst die Liebesgeschichte, welche ja im Mittelpunkt steht, ist eher mau. Gleichzeitig kriegt man eben genau das, was man laut Klappentext erwarten kann. Das ist wie mit den ganzen Tanzfilmen: Man kennt die Story eigentlich schon, guckt sie aber dennoch ganz gerne mal.

Selbstverständlich ist "This ain't love" nicht komplett schablonenartig. Die Charaktere sind recht interessant. Die Protagonisten sind gut gewählt. Besonders Finn mochte ich gern. Wobei der Roman in Deutschland spielt, aber der eine Typ Kyle heißt und naja... Aber gut, damit kann ich leben. Besonders witzig fand ich Finns Familie.


Fazit:

3,5*
Auch wenn ich die Geschichte nicht schlecht finde, besticht sie nicht durch ihre Originalität. Auch das Cover und der Titel sind nichts Besonderes. Daher gibt es eher wenig Sterne, aber eine Empfehlung für Liebhaber alltäglicher Geschichten mit einem Hauch Escort-Flair.


Kennst du diesen Roman? Wie bewertest du eher unscheinbare Geschichten, die aber handwerklich nicht schlecht sind?

Kommentare:

  1. Hey Lisa,

    wow, du hast recht: Das Cover ist echt lahm, das war auch mein erster Gedanke. Und dass der Titel auf Englisch ist, obwohl die Geschichte in Deutschland spielt, finde ich auch doof, genauso wie der Fakt, dass der eine Typ Kyle heißt. Ich meine, wenn das Setting in Amerika oder Großbritannien wäre, dann hätte ich damit kein Problem. Aber so? Naja.

    Trotzdem hört sich die Geschichte ganz interessant an. Ich bin ja immer auf der Suche nach guten Gay-Romance-Büchern. Ich werde mir den Titel mal merken.

    Liebste Grüße
    Mimi

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    1. Liebe Mimi,

      mittlerweile nervt mich so was leider tatsächlich sehr. Alles muss einen amerikanischen oder englischen Touch bekommen, damit es überhaupt irgendwen interessieren. Das ist doch wohl totaler Quatsch, oder? Warum sollte ich einen Jan nicht toll finden können als Leserin? Wenn die Figur gut konzipiert ist, ist der Name nicht so wichtig. Auch wenn ein Love Interest nicht unbedingt "Jörg" oder so heißen sollte. ;)

      Ich bin gespannt, was du davon halten wirst! :)

      Liebe Grüße
      Lisa

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