Mittwoch, 15. Februar 2017

Mangarezension: "Die Fuchshochzeit" von Chiyori

Titel: Die Fuchshochzeit

Originaltitel: Kitsune no yomeiri

Mangaka: Chiyori

Übersetzer: Mareen Sickel

Anzahl der Bände: 1

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 192

Genre: Romance, Fantasy

Altersempfehlung: ab 13 Jahren 

Leseprobe: *klick*

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Klappentext: 

"Ich möchte dich noch mal in jener Nacht treffen."
In einer magischen Sommernacht begegnet Tsukiko einem Fuchs in Menschengestalt, der sie auf ein geheimes Fest im Wald entführt. Sie gibt ihm den Namen Gin und das Versprechen, einander wiederzusehen. Tsukiko wird das Gefühl nicht los, Gin von früher zu kennen, und in ihrem Herzen nimmt die Erinnerung an eine schicksalhafte Begegnung immer mehr Gestalt an ...


Meinung: 

Oh, ist das Cover nicht schön? *-* Die Stimmung ist romantisch-festlich, die Farben sind wundervoll und die Zeichnung ist eindeutig gelungen!

Der Titel passt zur Geschichte. Er erregt Aufmerksamkeit, weil wir in Deutschland nicht so viel mit Fuchsgeistern als Fabelwesen zu tun haben. Interessant ist auch, dass "Fuchshochzeit" im Japanischen auch noch eine andere Bedeutung hat, welche im Manga erklärt wird.

Ich mag den Zeichenstil. Er ist typisch Shoujo: Blumen, Rasterfolie, niedliche Charaktere... Zum Glück hat die Mangaka beim Zeichnen darauf geachtet, diese genretypischen Merkmale nicht Überhand nehmen zu lassen. Denn der Grundton der Geschichte ist schon eher ernst und nachdenklich, da hätten lockerflockige Zeichnungen wie bei Arina Tanemuras "Mistress Fortune" die Botschaft zerstört.

Die Geschichte ist wundervoll. Thema ist einerseits die erste Liebe, andererseits werden Fuchsgeister in den Fokus gerückt. Dadurch entsteht eine dynamische Geschichte, welche den Leser fesselt. Die Charaktere unterstützen das Ganze fabelhaft. Besonders gut gefällt mir, dass es keinen Bösewicht gibt. Eigentlich meinen es alle nur gut, auch wenn man beim Lesen sauer auf den einen oder anderen ist.
Die Welt der Füchse ist ziemlich spannend und ihre Gesetze ungewöhnlich. Tsukiko manövriert sich da unbewusst hinein, was massive Auswirkungen hat. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber wenn man schon beim Klappentext so ein leicht beunruhigtes Gefühl verspürt, ist das durchaus angemessen. Obwohl Tsukiko ihre erste Liebe genießt und deren positive Aspekte erfährt, werden auch die negativen Seiten beleuchtet. Meiner Meinung nach gehört das zu einer guten Liebesgeschichte dazu, denn die Friede-Freude-Eierkuchen-Nummer, wo die Leute nur durch Dummheit Probleme verursachen, ist doch mit der Zeit langweilig geworden. Dass es bei einem Menschen und einem Fuchs Komplikationen geben wird, kann man sich ja denken. ;)

Fazit: 

5* 
Ich liebe diese Geschichte! Sie ist bittersüß, schön gezeichnet und sehr stimmungsvoll. Auf jeden Fall zu empfehlen!

Was hältst du von der Geschichte? Stehst du auch so auf japanische Mythen in Manga?

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