Montag, 12. Dezember 2016

Schreibupdate: NaNoWriMo 2016 Edition!

Auch diesen November gab es ihn wieder, den NaNoWriMo! Obwohl ich mich vorher ungefähr tausend Mal umentschieden habe, ob ich nun teilnehmen sollte oder nicht, war ich letzten Endes doch dabei. Denn vom Nicht-Wollen kann bei dieser Aktion nie die Rede sein! 😉


Es war nicht schlau von mir, aber ich habe den Oktober nicht zur Vorbereitung auf den NaNo genutzt. Viele Autoren, die auch eher mit einem Plot, also quasi einer Handlungsübersicht, schreiben, machen das so. Ich bin zwar keine Hardcore-Plotterin, aber ich komme auch nicht komplett ohne aus. Als Autorin stehe ich da irgendwo in der Mitte. Zu viel Plot vermiest mir die Geschichte, weil ich sie selbst nicht mehr spannend finde. Zu wenig Vorbereitung führt jedoch dazu, dass ich nicht weiß, was ich wann schreiben soll. Dadurch manövriert man sich schnell in eine Sackgasse, was besonders beim NaNo sehr ungelegen kommt.
Wenigstens stand am 01.11. schon fest, dass ich an "Welten" (Arbeitstitel) schreiben würde. Auch den Anfang und das Ende hatte ich im Kopf, dazwischen ein paar einzelne Details. Aber um es einfach so herunterschreiben zu können, war es dann doch zu wenig. Trotzdem musste ich ja etwas schreiben, also fing ich einfach an. Die ersten paar Kapitel sollten kein Problem darstellen und danach könnte ich mir immer noch Gedanken (und Sorgen) machen, so dachte ich. Das war einerseits ein guter Plan, weil ich dadurch überhaupt zu schreiben anfing, meine Liebe für diese Tätigkeit wieder entdeckte und mich der Geschichte annähern konnte. Andererseits musste ich mich zwingen, mich nicht an den noch fehlenden Stellen im Plot aufzuhängen und in Panik zu verfallen. Es hat aber gut geklappt so. Nicht optimal, denn wie man an meiner Schreibstatistik sieht, hatte ich viele Tage, an denen nichts ging. (Das sind die, an denen der Balken nicht wächst.)




Die erste schlechte Phase begann nach den Wahlen in den USA. Dass tatsächlich so ein widerwärtiger Mensch wie Trump gewonnen hat, hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich bin leider für so etwas anfällig.
Danach wollte ich wieder voll durchstarten, bin aber krank geworden. Halsschmerzen, Schnupfen oder Husten sind zwar nervig, aber legen mich in der Regel nicht lahm. Nein, ich hatte Kopfschmerzen. Tagelang. Dabei neige ich nicht zu Migräne. Dementsprechend wenig vorbereitet war ich darauf. Zur Uni bin ich natürlich trotzdem gegangen, aber die Erkältung ist immer schlimmer geworden, sodass zuhause dann nichts mehr ging, wenn ich nicht komplett flach liegen wollte. Das wollte ich um jeden Preis vermeiden. Denn den NaNo könnte ich notfalls auch verlieren, worüber ich zu der Zeit auch häufig nachdachte, aber beim Studium auszufallen, würde mich gleich unnötig zurückwerfen. Ich habe nämlich jeden Tag einen Japanisch-Sprachkurs, welcher zudem anwesenheitspflichtig ist.
So hat sich dann ein enormes Defizit aufgestaut. Zwischendurch holte ich immer mal wieder auf. Dennoch musste ich in der letzten Woche dann doch etwa 10k (10.000 Wörter) aufholen. Das ist ziemlich viel. Außerdem steckte ich anfangs in einer Übergangsszene, welche ich überhaupt nicht gern schreibe. Aber ich habe mich durchgekämpft und den Rückstand aufgeholt. So gut sogar, dass ich einen Tag vor Ablauf der Frist fertig wurde! Ohne die Hilfe und Motivation anderer begeisterter WriMos (So nennen sich die Teilnehmer dieses Events.) hätte ich das garantiert nicht geschafft. Ich danke euch! 💚


(Fun) Facts: 


  • Es gibt in den ersten Kapiteln schon eine ungeplante Folterszene. 
  • Dämonen reagieren nicht gut auf Ingwer. 
  • Auch Sex kommt relativ früh vor, weil eine Protagonistin das leider verlangte. Dabei schreibe ich solche Szenen eher ungern! 
  • Die Geschichte ist noch nicht beendet und wird letzten Endes voraussichtlich zwei Bände umfassen. 

Hast du am NaNo teilgenommen? Wie lief er für dich? Falls du nicht bei dieser Aktion dabei warst, kannst du mir auch gerne erzählen, an welchen Challenges du teilnimmst - oder warum dir so etwas nicht liegt. 

Kommentare:

  1. Huhu Lisa,

    schön, einen Bericht über deinen NaNo zu lesen. Ich habe, wie du weißt, auch daran teilgenommen und einen Romantasy-Roman geschrieben, sowie zwei, drei Kurzgeschichten.
    Ich hatte mich zwar im Oktober darauf vorbereitet und einen kompletten Plot erstellt, allerdings habe ich mich fast überhaupt nicht daran gehalten. Das alles ist total ausgeufert und aus einem geplanten 30k Kurzroman wurde ein 68k Roman :D Aber das ist auch nicht schlimm. Lieber länger als kürzer, habe ich mir gedacht.

    Das mit Trump hat mich übrigens auch völlig aus der Bahn geworfen. Ich war Tage danach total depri und es brauchte eine Weile, bis ich mich von dem Schock erholte. Allerdings hat mir mein Projekt da geholfen, denn so konnte ich mich in meine Fantasiewelt flüchten und den ganzen realen Irrsinn vergessen. Zumindest für ein paar Augenblicke.

    Liebste Grüße
    deine Mimi

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    1. Liebste Mimi,

      danke für deinen Kommentar! <3
      Ja, du gehörst eindeutig zu den Vielschreibern, wenn es um den NaNo geht. :D Ich bin wirklich beeindruckt von deiner Leistung! Und auch ein wenig neidisch, aber nicht missgünstig-neidisch, eher "Ich will auch!"-neidisch. ;)
      Meine Romane werden auch immer länger als gedacht. Aber ich finde, ohne diese kleinen Überraschungen und ungeplanten Subplots macht das Ganze auch keinen Spaß. ;)

      Hach, so wäre ich auch gern... Es gibt ja immer zwei Typen von Autoren: Die, die in solchen Situationen richtig aufblühen, weil sie so Realitätsflucht betreiben können. Meine Gruppe hingegen igelt sich ein und kann nicht kreativ sein, wenn so etwas passiert. Das ist eher unpraktisch. :)

      Liebste Grüße
      Lisa :*

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