Mittwoch, 31. August 2016

Buchrezension: "Weiblich, ledig, untot" von Mary Janice Davidson (Betsy Taylor 1)

Autor: Mary Janice Davidson
Titel: Weiblich, ledig, untot

Originaltitel: Undead and Unwed

Übersetzung: Stefanie Zeller

Reihe: Betsy Taylor, Band 1
Verlag: Lyx
Format: Taschenbuch (Auch als eBook verfügbar!)
Seitenzahl: 318

Erscheinungstermin: 06.09.2007
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (von mir so eingeschätzt)

Genre: Romance, Fantasy

Schlagwörter: Vampire, Designerschuhe, Königin
Leseprobe: *klick*

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Klappentext:

Betsy Taylor hat eine fürchterliche Woche hinter sich -- erst verliert sie ihren Job, dann kommt sie bei einem Autounfall ums Leben - und stellt schließlich fest, dass sie gar nicht wirklich tot ist! Außerdem wird sie ständig von einem unheimlichen Heißhunger auf Blut geplagt. Ihre neuen Freunde halten sie für die lange prophezeite Königin der Vampire. Betsy ist da anderer Meinung, doch die Vampire ködern sie mit einer Geheimwaffe, der sie nicht widerstehen kann: Designerschuhe. Mindestens ebenso verlockend ist der Vampir Sinclair ...


Erster Satz: 

Mein Todestag begann schon schlecht.

Meinung:

Der Titel ist humorvoll und macht neugierig. Ich finde ihn gut gewählt.

Dafür gefällt mir das Cover nicht so sehr. Eine blonde Diva im Sex-and-the-city-Stil... Nee. Aber der Klappentext klang unterhaltsam, als ich ihn das erste Mal gelesen habe!

Als Erzählerin tritt natürlich Betsy selbst auf. Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive geschildert. Dadurch wird auch der Stil ein besonderer. Betsy ist frech, oberflächlich und ein wenig dumm, wenn man mich fragt. Sie plappert ohne nachzudenken. Das kann einerseits charmant sein, andererseits nervig. Ich muss sagen. ich musste mich erst daran gewöhnen. Fast hundert Seiten habe ich unter der Vorgabe gelesen, dass ich, wenn mir die Geschichte nach den 100 Seiten nicht gefällt, nicht mehr weiterlesen muss. Zum Glück habe ich mich tatsächlich an den Schreib- und Erzählstil gewöhnt. Hilfreich war, dass etwa ab Seite 90 endlich ein wenig Action und Spannung die Geschichte aufpeppen.

Damit wären wir auch schon bei der Handlung. Wie ich eben bereits erwähnte, ist der Anfang etwas zäh. Wie man dem Klappentext entnehmen kann, wacht die tot geglaubte Betsy als Vampirin wieder auf und muss ihr neues Leben irgendwie bestreiten. Das passiert schon auf eine humorvolle Weise, aber entspricht nicht meinem Geschmack. Ich bin einfach kein Schuhfan und kann nicht recht nachvollziehen, wie man seine Designerschuhe vergöttern kann. Danach nimmt die Handlung endlich etwas Fahrt auf. Betsys direkte und ein wenig arrogante Art ist sehr unterhaltsam, besonders wenn sie auf alte Vampire trifft. Auch ihr Eigensinn ist erfrischend. Abgesehen davon wird im Klappentext Sinclair erwähnt - und obwohl er ziemlich heiß ist, wirft Betsy sich ihm nicht sofort an den Hals und vergisst ihre eigenen Ziele. Sie ist ziemlich selbständig.
Das Ende war so lala. Natürlich ziemlich offen, da dies der erste Band einer Reihe ist. Einer Romanreihe, die über zehn Bände umfasst! Natürlich darf man da sein ganzes Pulver nicht im ersten Teil verschießen. Ich war nach dem Lesen des Romans dazu geneigt, auch den zweiten Teil zu lesen. Da wusste ich aber noch nicht, dass die Reihe so elendig lang ist. Außerdem sagt mir schon der Klappentext vom zweiten Band gar nicht zu und als ich die der Folgebände gelesen habe, war mein Interesse erloschen.

Wie oben bereits mehrfach erwähnt ist Betsy nicht die typische Protagonistin in einem Vampirroman. Selbständig, eigenwillig, oberflächlich... Ihre Eigenschaften sind nicht unbedingt positiv, aber das macht sie durchaus authentisch. Ihre Plapperei könnte beim Lesen auf die Nerven gehen!
Sinclair ist mysteriös und heiß. Tja, Klischee erfüllt. Man lernt ihn in diesem Teil nicht besonders gut kennen. Ich fände es jedoch schade, wenn man Betsy so gut ausarbeiten würde, nur um ihren Gegenpart so blass lassen zu können. Aber man kann schon sagen, dass er sie nicht aus ihrer Rolle verdrängt.
Es gibt zahlreiche Nebencharaktere. Manche tauchen so kurz auf, dass ich mich frage, ob sie überhaupt erwähnt werden mussten - oder ob sie in den Folgebänden eine nennenswerte Rolle spielen werden. Ich weiß es nicht und werde es vermutlich nicht herausfinden. Nett fand ich, dass Tina lesbisch ist. Außerdem tritt auch ein schwuler Vampir auf. Diversität, yay! Dagegen habe ich den Antagonisten als lahm empfunden, denn außer dass er alt und verrückt ist, besaß er keine Eigenschaften.

Fazit: 

3*
Sex and the City trifft auf Vampire! So würde ich das Buch kurz umschreiben. Es ist unterhaltsam und individuell. Dafür braucht die Handlung eine Weile, um in Schwung zu kommen, und auch die Folgebände sehen eher uninteressant aus.

Sind lustige Vampirromane etwas für dich? Was hältst du von gefühlten Endlosreihen?

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