Mittwoch, 17. August 2016

Buchrezension: "Das Herz des Alphas" von Dirk Greyson (Alphas 1)

Autor: Dirk Greyson
Titel: Das Herz des Alphas

Originaltitel: Challenge the Darkness

Übersetzung: Nina Hunter

Reihe: Alphas, Band 1
Verlag: Cursed
Format: eBook (Auch als Taschenbuch verfügbar!)
Seitenzahl: ca. 292

Erscheinungstermin: 20.05.2016
Altersempfehlung: ab 18 Jahren (von mir so eingeschätzt)

Genre: Gestaltwandler; Gay Romance, Fantasy

Schlagwörter: Werwölfe, Seelenverwandte, Gefährten
Leseprobe: *klick*


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Klappentext: 

Um sein Rudel zu schützen, entschließt sich Alpha Mikael Volokov zu einem ebenso drastischen wie ungewöhnlichen Schritt: Er will eine Allianz mit dem Alpha des Nachbarrudels eingehen. Doch bei ihrem ersten Treffen erweist sich Denton Arguson nicht nur als möglicher Verbündeter, sondern auch als Mikaels Seelengefährte – ein Problem, denn eine Verbindung aus zwei Alphas ist etwas noch nie Dagewesenes...



Erster Satz:

Mikael Volokov stand am Rand der Arena.

Meinung: 

Das Cover ist hübsch. Die Farbgebung gefällt mir und das Genre wird auch deutlich.

"Das Herz des Alphas" ist schon ein romantisch-dramatischer Titel. Er bezieht sich zudem auch auf die Geschichte.

Die Geschichte wird aus der personalen Perspektive des Alphawolfs Mikael erzählt. Das unterstreicht hervorragend sein übergroßes Ego.

Der Schreibstil ist lesbar und verständlich, aber unglaublich flach. Die ohnehin schon unglaubwürdigen Gefühle des Alpha-Paars wurden mir durch die verbale Darstellung nicht näher gebracht. Insgesamt wirkte der Text auf mich seltsam distanziert, obwohl von großen Gefühlen die Rede ist.

Die Handlung ist einer der Punkte, die mich zur Weißglut gebracht haben. Ich bin mir sicher, dass es Leute gibt, die diese Geschichte lieben werden, aber mich hat sie enttäuscht.
Der Klappentext stellt einen interessanten Konflikt dar. Ich wollte wissen, wie zwei Alphas es schaffen könnten zusammen zu sein. Leider wurde dieser Konflikt mit der billigsten Lösung abgespeist, welche sich auch noch sehr früh abgezeichnet hat. Spannung ade. Man hat dann versucht, diese durch Sex und eine Bedrohung von außen wieder aufzubauen. Nochmal die billigste Lösung, auch wenn ich sagen muss, dass die Bedrohung gar nicht so schlecht dargestellt wurde. Trotzdem war die Handlung zu 90% vorhersehbar, nachdem man ein paar Kapitel gelesen hatte. Ich weiß, dass Machtgefälle bei Werwolf-Romanzen an der Tagesordnung liegen. Hätte ich das jedoch lesen wollen, hätte ich mir eine Alpha-Beta- oder Alpha-Omega-Geschichte ausgesucht, keine vermeintliche Alpha-Alpha-Story.

Mikael ist ein sehr starker Alpha. Obwohl er an sich ein guter Anführer ist, bevormundet er seinen Gefährten, während er gleichzeitig behauptet, dass sie gleichberechtigt seien. Allein dadurch sank er rasch in meiner Gunst.
Denton hat mich auch enttäuscht. Wo ist der starke Alpha, den man mir versprochen hat? Auch dieser Gefährten-Ergänzungsmythos war unglaubwürdig und entspricht nicht den Charakteren.
Am besten gefallen hat mir Mikaels Schwester Catherine, weil sie etwas Besonders war. Alle anderen waren blass und unscheinbar. Bei Dentons Beta Kaiawa hätte mich interessiert, wie die beiden zueinander stehen.

Fazit:

2*
Eine lahme Geschichte, die nicht hält, was sie verspricht. Zu wenig Gefühle und unglaubwürdige Charaktere kommen auch noch dazu. Nicht empfehlenswert!


Kennst du diesen Roman? Wenn ja, was hältst du davon? Wenn nein, wie gehst du mit falschen Versprechungen in Klappentexten um?

Kommentare:

schreibkasten hat gesagt…

Hallo Liesa,

dank dieser Rezension bin ich auf Deinen Blog gekommen. Ehrlich gesagt, auch wenn Dein Fazit negativ ausfällt und auch die anderen Rezensionen in die gleiche Kerbe stecken, bin ich doch interessiert, wie ich das Buch finde.

Aber jetzt habe ich Angst, Geld und Zeit an ein Buch zu verlieren, dass eher schlecht ist. Na mal sehen, ob ich mich dazu durchringen kann.

Kennst Du eine Alpha-Alpha Geschichte, die gut ist?

Danke auf alle Fälle für Deinen Beitrag.

lg
carola

LiehsaH hat gesagt…

Liebe Carola,

vielen Dank für deinen Kommentar! Auch wenn das die letzten Male vielleicht so wirkte: Es gibt auch Bücher, die ich gut bewerte. :D

Das verstehe ich gut. :) Ich werde meistens auch neugierig, wenn jemand eine Geschichte total schlecht fand. Entscheidend ist für mich dann immer, ob ich mit den von der Person angegebenen Fehlern und Schwächen leben könnte oder nicht. Oder eher, ob ich mich zu sehr ärgern würde, wenn das Buch tatsächlich schrecklich wäre. Leider kann ich dir bei der Entscheidung nicht wirklich helfen. ^-^" Vielleicht gefällt dir dieser Roman auch total gut, wer weiß?

Hui, das ist eine echt schwere Frage! Ich bin seit gestern am Überlegen, aber meistens stößt man doch eher auf Alpha-Beta- oder Alpha-Omega-Geschichten. :D Im Gay-Bereich fällt mir leider keine ein. Aber ich habe mal eine Hetero-Story mit der Konstellation gelesen, die ich recht gelungen fand. Leider habe ich sie nicht rezensiert oder woanders festgehalten und erinnere mich nicht mehr an den Titel. :( Schande über mich! Genau deswegen führe ich jetzt nebenbei noch eine Excel-Tabelle für alle Werke, die ich nicht rezensiere... ;)

Oh, nichts zu danken! Ich freue mich, wenn meine Rezensionen anderen gefallen und ihnen irgendetwas bringen. :)

Liebe Grüße
Lisa