Mittwoch, 10. August 2016

Buchrezension: "Briefe von einem Werwolf" von Coco Zinva

Autor: Coco Zinva
Titel: Briefe von einem Werwolf
Verlag: Selfpublisher
Format: eBook
Seitenzahl: ca. 54

Erscheinungsdatum: 07.09.2014
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Genre: Gay Romance, Urban Fantasy

Schlagwörter: Werwolf, Briefe, Briefroman
Leseprobe: *klick*

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Klappentext:

Ich würde so gern bei dir bleiben, mit dir leben, jeden einzelnen Tag mit dir teilen und mit dir gemeinsam alt werden. Aber ich kann den Wolf in mir nicht kontrollieren und das macht mir höllische Angst. Ständig kämpfe ich gegen die Bestie um die Vorherrschaft in diesem Körper. Viel zu oft gewinnt der Wolf und wandelt sich, ohne dass ich mich dagegen wehren kann. Doch ich sorge dafür, dass er dich nie wieder verletzt. Ich werde gehen und nie mehr zu dir zurück kommen. Nur so kann ich dich vor ihm beschützen. 
Marek ist ein Werwolf, der seinen menschlichen Freund vor dem Tier in ihm beschützen möchte. Eine gemeinsame Zukunft scheint ihm unmöglich. Doch Kai ist so tief mit Marek und seinem Wolf verbunden, dass er nicht ohne ihn durchs Leben gehen will.


Erster Satz: 

Mein geliebter Kai, ich weiß nicht, wo du jetzt bist.

Meinung:

Mir gefällt das Cover ziemlich gut. Es ist recht schlicht, aber toll gemacht.

Der Titel passt eigentlich nur halb zur Geschichte, da ein Teil der Briefe nicht vom Werwolf, sondern von seinem menschlichen Partner verfasst wurden.

Diese Gay Fantasy-Geschichte spielt in der realen Welt, wo es auch Werwölfe gibt. Da der Text sehr kurz ist, etwa 12.000 Wörter, kann ich gar nicht so viel dazu sagen, ohne zu spoilern. Nur so viel: Die Grundstimmung und auch die Handlung der Geschichte sind nicht so düster und traurig, wie der Klappentext vermuten lässt. ;-)
Es ist offensichtlich, dass die Geschichte in Briefen erzählt wird. Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen. Natürlich gibt es Lücken in der zeitlichen Abfolge, aber das lässt sich verschmerzen. Grundsätzlich finde ich, dass die Gefühle toll transportiert werden. Die Charaktere sind durch die Erzählform ehrlicher als sonst. Zumindest habe ich als Leserin diesen Eindruck gewonnen. Ich fühlte mich den Charakteren näher als zum Beispiel beim personalen Erzähler.

Der Schreibstil ist angepasst an die Briefe. Also ist er einerseits sehr persönlich und direkt, gleichzeitig aber auch höflicher und durchdachter als beispielsweise beim reinen Ich-Erzähler.

Kai ist der menschliche Partner. Er ist überzeugt von der Beziehung und vertraut sowohl Marek als auch dessen Wolf sehr.
Marek ist ein kleiner Angsthase, der sich selbst und besonders seinem Wolf nicht traut. Er liebt Kai, aber seine innere Zerrissenheit stellt die Beziehung auf eine harte Probe.

Coco Zinva veröffentlicht auch Geschichten bei Fanfiktion.de. Durch dieses Archiv bin ich erst auf sie und diese Geschichte aufmerksam geworden.

Fazit:

4*
Die Geschichte hat mir ziemlich gut gefallen, war aber für meinen Geschmack ein wenig zu kurz. Trotzdem empfehlenswert! Besonders die eher ungewöhnliche Erzählform ist toll.

Wie stehst du zu Briefromanen? Interessiert dich die vorgestellte Geschichte?

Kommentare:

  1. Vier Sterne? Na, das klingt doch mal gut :) Also ich muss schon sagen, spontan hat mich die Geschichte jetzt angesprochen. Es hat alles, was mir gefällt: Gay Romance, Fantasy Elemente und es ist in Briefen geschrieben, was ich besonders gerne mag. Und wenn dir die Geschichte, trotz der Kürze, so gut gefallen hat, werde ich mir mal überlegen, sie mir auch zu holen :) Neugierig geworden bin ich auf jeden Fall :)

    Ganz liebe Grüße
    Myna

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    1. Hallo Myna! :)

      Das freut mich. :) Ich war auch etwas überrascht, dass man auf 50 Seiten so viel mitteilen kann, aber es funktioniert. Ich hoffe, die Geschichte wird dir ebenso gut gefallen wie mir.

      Liebste Grüße
      Lisa

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