Samstag, 9. Juli 2016

Schreibupdate Juni: #junedit

Endlich kann ich dir das Juni-Update liefern! Eigentlich sollte es schon letzte Woche fertig sein, aber ich habe es nicht rechtzeitig geschafft.



Wie du ja schon im letzten Update erfahren hast, sollte im Juni überarbeitet werden. Auf Twitter gab es eine Aktion mit dem Hashtag #junedit dazu, der sich jeder anschließen konnte. Für mich hat das ganz gut geklappt, denn mit der ersten Runde zu FFAT bin ich fertig. Yay!

Die Rohfassung von FFAT beträgt etwas mehr als 230 Normseiten. Diese habe ich ausgedruckt und dann mit Bleistift bearbeitet. Schöne Stellen wurden mit Textmarker markiert. Anfangs habe ich statt mit Bleistift mit bunten Finelinern gearbeitet. Leider funktioniert das für mich nicht so gut, weil mich all die Farben zu sehr ablenken und ich beim Bleistift weniger das Gefühl habe, große Veränderungen vorzunehmen. Das ist natürlich Schwachsinn. Ich habe auch so viel gestrichen oder bei Szenen angemerkt, dass sie umgeschrieben oder neu geschrieben werden müssen. Mir ist klar, dass die Arbeit mit dem Bleistift und das Gefühl dahinter nur eine Illusion ist. Aber was soll's? Wenn ich so besser damit klar komme und weniger das Gefühl habe, dass der gesamte Text Schwachsinn ist, gibt es für mich keinen Grund, mich nicht ein wenig selbst zu belügen. Es geht ja trotzdem voran!


In Wirklichkeit umfasst FFAT wahrscheinlich mehr als 230 Normseiten. Ich habe den Text beim Schreiben nämlich nur in die sieben Reisetage unterteilt, nicht in richtige Kapitel. Das führte u.a. dazu, dass ein Abschnitt mal eben 50 Seiten umfasste. Viel zu viel für ein Kapitel! Während der Überarbeitung habe ich das dann nochmal unterteilt. Jetzt habe ich 25 Kapitel, was bei rund 120.000 Wörtern realistischer ist.

Wie man sich sicherlich denken kann, braucht der Roman mehr als eine Überarbeitungsrunde. In der zweiten werde ich dann meine Anmerkungen einarbeiten und die Kapiteleinteilung ins Dokument übernehmen, die entsprechenden Stellen neu schreiben usw. So gesehen diente die erste Runde eher der Sichtung des Textes und dem Herausfinden von Schwachpunkten, während in Runde 2 die tatsächliche Textarbeit folgen wird. Dementsprechend zeitaufwendiger wird das Ganze wahrscheinlich. In Runde 3 werde ich alles nochmal lesen und durchgehen. Im Grunde genommen ein ähnliches Vorgehen wie in Runde 1, um zu prüfen, ob meine Änderungen sinnvoll sind bzw. ob sie andere Änderungen nach sich ziehen, die ich vorher nicht bedacht habe. Vermutlich werde ich nach Runde 3 dann mit Betalesern arbeiten. Weiter möchte ich momentan aber noch nicht planen. ;)

Wie man an meiner Übersicht auch erkennt, habe ich bei der Überarbeitung keine Wörter gezählt, sondern die Zahl der überarbeiteten Seiten. Das erschien mir vergleichbarer, da ich nur vereinzelt schon Sätze neu geschrieben oder ergänzt habe. In der Schreibnacht habe ich dann doch etwas mehr als 3000 Wörter aufs Papier gebracht und damit meine Kurzgeschichte "Devil May Cry" beendet. Leider weiß ich schon jetzt, dass der Text noch viel Aufmerksamkeit benötigen wird. Ich wollte ihn während der Schreibnacht unbedingt beenden. Also habe ich die Charaktere mehr oder weniger abgewürgt und fürchte jetzt, dass das Ende viel zu abrupt vonstatten geht. Aber wenigstens zählt das Projekt nicht mehr vordergründig als aktuell, sodass ich mich etwas Neuem widmen kann.

Ein wenig negativ an diesem Monat finde ich aber, dass ich nur die Hälfte zum Überarbeiten genutzt habe. Eine schwache Leistung! Eigentlich wollte ich meine Novelle für die Ausschreibung "Was haben wir getan?" noch überarbeiten, damit sie rechtzeitig testgelesen und verschickt wird. Ich habe zum Glück noch Zeit bis zum Abgabetermin, aber es ärgert mich schon ein wenig. Wenn ich nach der Prüfung mehr Freizeit habe, werde ich ganz schön ranklotzen müssen!

Was steht im Juli an?

Das Camp NaNoWriMo! Vielleicht ahnst du jetzt, weswegen ich "Devil May Cry" loswerden musste. Ich will nämlich ein neues Großprojekt anfangen, da brauche ich nicht noch eins, was mich behindert.
Mein ursprüngliches Monatsziel von 50.000 Wörtern habe ich schon auf 30.000 gesenkt. Am 12. steht nämlich die mündliche Abschlussprüfung meiner Ausbildung an. Das heißt, ich lerne noch ein wenig. Die letzten Tage hatte ich viel mit den Bewerbungen fürs Studium zu tun. Außerdem wollte ich für meine Lieblingskolleginnen besondere Abschiedsgeschenke basteln, was auch sehr zeitaufwendig war! Deswegen habe ich bisher kein Wort an meiner Camp-Geschichte geschrieben. Dafür habe ich aber nach der Prüfung genug Zeit, da ich bis zum Studienbeginn arbeitslos sein werde. ;)
Schreiben werde ich, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, an meiner Dämonenbeschwörer-Geschichte. Du erinnerst dich vielleicht noch daran, dass ich sie bereits im letzten Camp anfangen wollte? (Ich hatte in diesem Post schon mal etwas zu der Idee an sich geschrieben. Das ist mittlerweile zu 80% hinfällig.) Jetzt fühle ich mich etwas besser vorbereitet, wenn auch sicherlich nicht perfekt. Aber so was muss man ein wenig auf sich zukommen lassen, finde ich. Außerdem denke ich mittlerweile, dass die Geschichte mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Bände umfassen wird. Angst! Das wäre immerhin meine erste Reihe... Abgesehen davon ist mir "Dämonenbeschwörer" als Schlagwort für die Geschichte zu lang. Ich werde das wohl auf "Welten" abkürzen, obwohl das weniger aussagekräftig ist. Keine Panik, das wird nicht der Titel! ;)

Wie lief dein Juni? Hast du zufällig bei #junedit teilgenommen und wie hat dir die Aktion gefallen? Nimmst du am Camp teil?

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