Mittwoch, 6. Juli 2016

Buchrezension: "Bunter Hund" von Nora "SnowWhite" Wolff

Autor: Nora "SnowWhite" Wolff
Titel: Bunter Hund

Illustrationen: Lancha
Verlag: Cursed
Format: eBook (auch als Print erhältlich!)
Seitenzahl: ca. 336

Erscheinungsdatum: 15.02.2012
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Genre: Alltag; Gay Romance

Schlagwörter: Winter, Ausreißer, Arm und Reich
Leseprobe: *klick*


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Klappentext:

Als der Ausreißer Maxi das altersschwache Fahrrad des mittellosen Abiturienten Vincent mitgehen lässt, ahnt er noch nicht, wie schnell er diesem wieder gegenüberstehen wird. Mit einer Lüge bringt er Vince dazu, ihn bei sich aufzunehmen und nicht nur der mürrische Gastgeber fühlt sich schon bald mehr zu seinem Untermieter hingezogen, als gut für ihn ist. Denn hinter Maxi steckt mehr, als die Fassade des frechen Punks vermuten lässt. Schnell sind beide in einem Netz aus Heimlichkeiten, Zuneigung und Misstrauen gefangen, aus dem es kein Entkommen gibt...

Erster Satz: 

Vincent: Ich glaube, meine Finger frieren grade ab.

Meinung:

Das Cover gefällt mir sowohl farblich als auch zeichnerisch sehr.

Der Titel "Bunter Hund" bezieht sich auf Maxi. Er passt zur Geschichte.

Vince und Maxi schildern ihre Eindrücke aus der Ich-Perspektive. Für mich sind die beiden nicht unbedingt vom Stil unterscheidbar, dafür aber umso mehr durch das Gesagte bzw. Gedachte. Damit meine ich, dass sich die Wortwahl und der Satzbau nicht großartig unterscheiden. Es spricht auch keiner einen Dialekt oder so. Stattdessen schwingt die Persönlichkeit des Charakters mit, wenn er erzählt. Das mag ich.

Die Handlung ist unterhaltsam, aber stellenweise sehr voraussehbar. Die Wechselwirkung zwischen Vince und Maxi ist spannend zu beobachten und sehr amüsant. Außerdem sind die Lebenssituationen der beiden Jungs dermaßen gegensätzlich, dass es einfach Spaß macht, diese Welten aufeinander prallen zu sehen. Diese Geschichte lebt von den Charakteren. Ohne sie wäre der Plot nicht lesenswert. Dadurch ist die Story an sich eher unspektakulär. Die Vorhersehbarkeit ist ein Faktor, der mich stört.

Der Stil ist wieder schlicht und jugendlich, wie man es von der Autorin gewohnt ist, aber auch deutlich humorvoll.

Wahnsinn, wie aalglatt der lügen kann, denn ich werde ja wohl kaum das Weihnachtsgeschenk für seine Großmutter sein.
"Schau mal, Oma - ein zweiter Enkel! Nur für dich! Willst du ihn nicht auspacken?"
- Nee, nie im Leben.
(eBook, Maxi, 7 %, Pos. 312)

Vincent ist sehr erwachsen und verbittert für sein Alter. Mit ihm möchte man nicht tauschen, aber ich kann ihn verstehen.
Maxi hingegen führt ein sorgloses Leben, weswegen er wenig Verständnis für Vincents Verhalten aufbringt. Er ist ein verwöhnter Bengel. Wegen dieser Einstellung fand ich ihn manchmal sehr nervig und naiv.
Patrizia ist eine blöde Kuh. Alle anderen Charaktere erfüllen ihre Rollen. Ich finde es schade, dass man Vincents Oma so außen vor lässt.

Fazit:

3,5*
Ich mag die Geschichte und hatte Spaß beim Lesen, doch das lag allein an den Charakteren, nicht am Plot. Extrem leichte Unterhaltung.

Hast du schon mal etwas von der Autorin gelesen, die aus dem Fanfiktion-Bereich stammt? Was hältst du grundsätzlich davon, wenn Fanfiktion-Autoren Bücher veröffentlichen?

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