Freitag, 17. Juni 2016

Mangarezension: "Welt ohne Freiheit" von Naoko Kodama

Titel: Welt ohne Freiheit

Originaltitel: Fujiyuu sekai

Mangaka: Naoko Kodama

Übersetzer: Constanze Thede

Anzahl der Bände: 1

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsjahr: 18.02.2016

Seitenzahl: 164

Genre: Romance, Girls Love

Altersempfehlung: ab 15 Jahren

Leseprobe: *klick*


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Klappentext: 

Schülerin Meiko und Studentin Leo sind seit der gemeinsamen Schulzeit eng befreundet. Schon immer hat Leo die niedliche Meiko vor ihren neidischen Mitschülerinnen beschützt. Doch eines Abends wird Meiko auf dem Heimweg überfallen und vergewaltigt. Von nun an muss Leo ihr als ihre persönliche Sklavin jeden Wunsch erfüllen ...

Meinung: 

Wer nicht erkennt, dass das Cover erotisch angehaucht ist, ist wohl blind. In der Geschichte selbst geht es gar nicht so heiß zu. Da werden eher die Fesseln thematisiert. Vielleicht liegt es an den Blicken der Protagonistinnen, aber ich mag die leicht trostlose Ausstrahlung.

Der Titel kommt mir etwas übertrieben und aufmerksamkeitsheischend vor, nachdem ich die Geschichte gelesen habe. Natürlich stimmt er irgendwie, aber er ist schon sehr drastisch formuliert und fängt die Gefühle von Meiko und Leo nicht richtig ein.

Vom Zeichenstil her gefällt mir der Manga. Er ist schon niedlich, aber nicht zu sehr. Angemessen für die Geschichte und hübsch anzusehen.

Anhand des Klappentextes sollte jeder erkannt haben, dass der vorliegende Manga ein Girls Love- bzw. Yuri-Werk ist. Dementsprechend ist auch Meikos Rivalin eine Frau.
Die Beziehung zwischen Leo und Meiko ist seltsam. Leo ist zu gutherzig und quält sich mit Schuldgefühlen, während Meiko ziemlich eindeutig eine Therapie nötig hat. Ihr Arrangement soll Meiko helfen, doch dabei bleibt Leos Leben auf der Strecke. Eigentlich ist die Geschichte recht unlogisch und könnte vielen Leuten auf die Nerven gehen sowie streng kritisiert werden.
Ich mag sie trotzdem. Die Abgründe der Menschen zu betrachten ist immer interessant. Außerdem besitzt der Manga feine Zwischentöne, die mich reizen, auch wenn die Handlung manchmal etwas seltsam erscheint. Vielleicht liegt es auch an Meikos Rivalin Takase, die noch ein anderes Licht auf die Geschichte wirft.
Am meisten gestört hat mich eigentlich, das Leo häufig als "Frau, die wie ein schöner Mann aussieht" beschrieben wird. Ist das nicht eindeutig ein Lesben-Klischee? Entweder sind beide super heiße Frauen oder eine ist feminin und die andere sieht wie ein Kerl aus. Sorry, aber das stößt mich genauso ab wie die Schwulen-Klischees.

Fazit: 

3,5* 
Obwohl die Geschichte eindeutig kritikwürdig ist, mag ich sie. Sie besitzt für mich das "gewisse Etwas", dennoch ist sie sicherlich nicht für jeden geeignet!


Stehst du auf Yuri bzw. Girls Love? Und was für einen Eindruck macht "Welt ohne Freiheit" auf dich?

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