Mittwoch, 8. Juni 2016

Buchrezension: "Umweg ins Glück" von Cassandra Day

Autor: Cassandra Day
Titel: Umweg ins Glück
Verlag: Edition Wilde Wölfe/Wölfchen Verlag
Format: Taschenbuch (auch als eBook erhältlich!)
Seitenzahl: 315

Erscheinungstermin: 23.03.2016
Altersempfehlung: ab 16 Jahren (auch ab 14 lesbar, wenn man sich interessiert)

Genre:  Romance, Contemporary

Schlagwörter: Selbstbestimmung, Sex, Landleben
Leseprobe: *klick*



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Klappentext:

Für Laura stand stets fest: nie wieder Landluft!
Nur verläuft das Leben selten geradlinig. Zehn Jahre nach ihrem Verschwinden treiben Geldsorgen sie zurück in ihr Heimatdorf, in dem Laura als Sexualtherapeutin nicht unerwünschter sein könnte. Offen über Sex reden? Zugeben, dass es in einer Ehe auch mal kriselt? Nicht in Neunkirchen.
Aber auch Laura verschweigt, dass sie sturzbetrunken mit ihrem alten Schulfreund Max im Bett gelandet ist. Andernfalls würde der konservative Frauenbund sie wohl gleich zum Teufel jagen. Dabei ist es nicht Lauras Vergangenheit, die einen Neuanfang gefährdet, sondern Max‘ Zuneigung und die Geheimnisse, die er verbirgt.



Erster Satz: 

"Lasst mich raten", meinte Laura und zückte ihren Block.

Meinung:

Das Cover wäre mit einer anderen Schrift hübscher gewesen. So sieht es sehr eindeutig nach Selfpublisher aus und das nicht auf die beeindruckende Art und Weise. Schade, denn das Bild ist schön und passt zum Roman.

Auch wenn das Cover meinen Geschmack nicht ganz trifft, ist der Titel perfekt für die Geschichte. Man könnte Laura schon fast als Umwegmagnet bezeichnen, da sie nie ihre Ziele auf direktem Wege zu erreichen scheint.

Der Anfang ist leider ein wenig lahm, sodass es mir schwer fiel, in die Geschichte einzusteigen. Das besserte sich bald, doch gab es immer mal wieder Spannungsflauten.
Es gibt viele Konfliktmöglichkeiten in Neunkirchen. Das nutzt die Autorin für sich und schafft eine leichte und unterhaltsame Geschichte. Auch wenn diese nicht im Sommer spielt, eignet sie sich als Strand- bzw. Urlaubslektüre. Man sollte nicht zu viel erwarten. Manche Konflikte erscheinen mir nämlich etwas an der Haaren herbeigezogen und nur deswegen da zu sein, um die Geschichte bis zu dem gewünschten Ende auszudehnen.
Außerdem dachte ich, dass man nach dem Psychologiestudium eine Zusatzausbildung absolvieren müsste, um als Therapeut tätig sein zu dürfen. Laura erwähnt zwar ihr Studium, aber nie diese teure Ausbildung. Wenn sie mit 17 Jahren gegangen ist und mit fast 30 wiederkommt, sind für mich mehr als zehn Jahre vergangen. In der Zeit hat sie "nur" ihren Schulabschluss gemacht und studiert. Sie war also etwa zehn Jahre an der Uni, aber man erwähnt nicht mal, welchen Abschluss sie hat, nur dass sie Sexualtherapeutin wäre. Auch sonst gab es einige Ungereimtheiten in der Geschichte.

Erzählt wird größtenteils aus Lauras personaler Sicht. Ab und an kommt auch mal Max zu Wort, aber das schien mir recht unregelmäßig und selten zu sein.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Er hat mir wirklich gefallen, sodass ich das Buch in kurzer Zeit ausgelesen habe.

Laura ist ein wenig inkonsistent als Charakter, insgesamt aber sehr aufgeweckt, rebellisch und unterhaltsam.
Max hält sich ständig zurück und lässt sich von anderen herumschubsen. So gesehen finde ich nicht, dass er sich großartig verändert hat, wenn Laura das erwähnt.
Christian ist der süßeste Charakter von allen! So ein knuddeliger kleiner Junge. Den würde ich auch als Sohn nehmen. ;) Die anderen waren recht gut ausgearbeitet dafür, dass sie Nebenrollen sind.

Leider gab es ein paar Fehler im Text. Nichts Gravierendes, man kann darüber wegsehen.

Fazit:

3,5*
Ein leichtes Buch, das man in wenigen Stunden und am Stück lesen kann. Perfekt als entspannende Abend- oder Urlaubslektüre, wenn man nicht allzu viel erwartet.


Wie gefällt dir das Cover? Sagt dir das Buch zu?


Anmerkung: Eigentlich ist die Autorin Selfpublisherin. Da ich den angegebenen Verlag nicht kannte, habe ich ein wenig recherchiert. Die Edition Wilde Wölfe ist kein richtiger Verlag; es wird nicht korrigiert und lektiert, kein Cover erstellt usw. Nein, sie bringt lediglich den Roman als Print heraus. Letzten Endes also wie BoD, createspace o.ä. 

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