Mittwoch, 15. Juni 2016

Buchrezension: „Hard Skin“ von Chris P. Rolls

Autor: Chris P. Rolls
Titel: Hard Skin
Verlag: dead soft
Format: eBook (auch als Taschenbuch erhältlich!)
Seitenzahl: 311

Erscheinungstermin: 30.01.2013
Altersempfehlung: ab 18 Jahren

Genre: Gay Romance

Schlagwörter: Skinhead, Vorurteile, Kleinstadtleben
Leseprobe: *klick*



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Klappentext:

Claas steht absolut nicht darauf, dass ihn jemand fortwährend "Homo" nennt und beleidigt. Und erst recht nicht auf angedrohte Schläge und Demütigungen. Warum zum Teufel er den Skinhead Jockel dennoch faszinierend findet, kann er sich daher nicht erklären. Claas' Leben als schwuler Jugendlicher in einer ostdeutschen Kleinstadt ist ohnehin schon schwierig genug. Jockels widersprüchliches Verhalten gibt ihm Rätsel auf und plötzlich begegnen sie sich auch noch alleine im Dunkeln ...

Erster Satz:

Die Cola schmeckte verwässert.

Meinung:

Das Cover ist super! Diese Mischung aus Härte und Zerbrechlichkeit, dazu die passende Färbung des Titels. Besonders und mit Wiedererkennungswert! Kein typisches Gay-Romance-Cover. I like!

„Hard Skin“ finde ich herrlich doppeldeutig und passend. Der Titel bleibt einem im Gedächtnis.

Die Geschichte wird aus Claas' personaler Sicht erzählt. 

Vom Schreibstil her bleibt Chris P. Rolls sich selbst treu und nach wie vor schlicht und verständlich. Ich mag, dass die Kapitelüberschriften immer einen Bezug zum Titel besitzen.

Die Story ist grundsätzlich ziemlich gut gewählt. Ein Kaff, zwei schwule Jungs, dazu noch einer von beiden Skinhead. Konfliktpotential ahoi! Tatsächlich entwickelt sich das mit den beiden anfangs auch ziemlich gut. Ich war neugierig und wollte wissen, was passieren würde. Insgesamt gesehen wurde die Geschichte konsequent und mit gleichbleibender Qualität umgesetzt. Mir jedoch fehlte etwas. Obwohl sich mit Vorurteilen auseinander gesetzt wird, geschieht das nur oberflächlich. Ebenso wenig wird auf die Vorgeschichten des Paares eingegangen, was besonders bei Jockel schade ist. Grundsätzlich bleibt die Geschichte oberflächlich, obwohl man noch etwas mehr hätte herausholen können. Das finde ich schade. Da wählt man ein kontroverses, spannendes Thema – und nutzt es nicht aus. Stattdessen bleibt man bei dem oberflächlichen Kram, den man auch mit weniger speziellen Charakteren hätte erzählen können.

Claas ist ziemlich unsicher und muss mit seinen Vorurteilen kämpfen, kriegt sich aber schnell wieder ein.
Jockel ist ein harter Kerl – aber auch nicht so hart, wie es aussieht. Eigentlich ist er ein wirklich lieber Kerl, den ich gerne noch besser kennengelernt hätte.
Da „Hard Skin“ eine Liebesgeschichte ist, spielen alle anderen Charaktere eine untergeordnete Rolle. Manche waren besser, andere nicht so gut herausgearbeitet. Es hat mir gefallen, sie zu lesen.

Fazit:

4*

Eine solide Gay-Romance-Story, die ein interessantes Thema anspricht. Niedlich, sexy, hätte aber mehr Tiefgang vertragen können.  


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