Mittwoch, 9. März 2016

Buchrezension: "Suboptimal" von A.C. Lelis (kinky pleasures 2)

Autor: A.C. Lelis
Titel: [sub]optimal

Reihe: kinky pleasures, Band 2
Verlag: Cursed
Format: E-Book 
Seitenzahl: ca. 512

Erscheinungsdatum: 28.10.2013
Altersempfehlung: ab 18 Jahren

Genre: Alltag, BDSM, Erotik; Gay Romance

Schlagwörter: Misshandlung, Tanz
Leseprobe: *klick*


Mit einem Klick aufs Cover wie immer zur Verlagsseite!

Klappentext: 

Pleite und ohne Aussicht auf ein festes Engagement schlägt sich Tänzer Boris mit Nebenjobs durch und auch sein Liebesleben läuft alles andere als rund. Als er sich notgedrungen als Fitnesstrainer in einem Kraftstudio bewirbt, ahnt er noch nicht, dass sein Leben bald völlig auf den Kopf gestellt wird. Denn er hat nicht nur Probleme mit dem viel zu dominanten Studiobesitzer Kai, sondern auch eine Vergangenheit, die ihn unverhofft einzuholen droht...

Erster Satz:

Nicht Fitnessstudio. Auf dem Schild über der Tür steht tatsächlich Kraftstudio.

Meinung:

Das Cover ist schlicht, aber schön. Es gibt einen Eindruck vom Inhalt, was mir sehr recht ist. Außerdem ist die Reihe als solche zu erkennen, da die Cover ähnlich gestaltet sind. (Ich werde die anderen Teile auch noch rezensieren, keine Angst!)

Auch der Titel gefällt mir. Er passt sehr gut zur Handlung und greift gleichzeitig das BDSM-Thema auf. Wortspiele sind schon toll.

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt. Das Buch ist in verschiedene Teile geteilt, bei denen der Erzähler wechselt. Mal ist es Boris, mal Kai.

Der Schreibstil ist an sich sehr schlicht. Er lässt sich gut lesen, aber es gab leider nichts, das ich mir gerne markiert hätte.

Die Handlung hat mir gut gefallen. Ich bin schon lange um das Buch herumgeschlichen, weil ... Naja, gute BDSM-Romane zu finden ist verdammt schwer. Ich wollte es dann trotzdem wagen. Bereut habe ich's nicht!
Selbstverständlich ist der Sexanteil hoch. Boris und Kai lassen es locker angehen, aber man sollte die Geschichte nicht leichtfertig lesen. Triggergefahr besteht auf jeden Fall! Das sollte man sowieso berücksichtigen, wenn man etwas über Schmerzen, Gewalt oder Dominanz lesen möchte.
Die Beziehung zwischen Kai und Boris entwickelt sich in einem angemessenen Tempo. Das ist mir insbesondere bei Geschichten aus dem BDSM-Bereich wichtig, da Vertrauen dort nochmal ein anderes Gewicht besitzt. Die beiden Männer wachsen zusammen und werden eine Einheit. Es gibt das normale Leben, die Sessions und schwer wiegende Probleme. Spannend ist das allemal. Die Charaktere und der Plot sind wohl durchdacht.
Aber mir fehlte etwas. Es kam mir beim Lesen so vor, als wäre auf Boris' tiefliegende Probleme und die Störungen, die daraus entstehen müssen, nicht so reagiert worden, wie ich es als richtig empfinde. Boris hätte viel, viel gestörter sein müssen nach dem Erlebten. Außerdem bezweifle ich, dass BDSM die Lösung seines Problems ist. Das kommt mir ebenso naiv vor wie der allgemeine Irrglaube, dass Liebe alle Wunden heilen könnte oder die Lösung für alles sei.

Boris ist ein angenehmer Typ, dessen Verhalten mir manchmal nicht den Umständen entsprechend vorkam. Potential besitzt er.
Kai ist hinreißend! Für meinen Geschmack auch außerhalb der Sessions zu dominant, aber sonst ... Ein ziemlicher Traumtyp!
Yvonne war sehr authentisch. Lars ist ein Typ zum Fürchten! Alle anderen fand ich auch gut. Ist dennoch komisch, dass sie gefühlt alle BDSMler in ihrem Studio als Mitglied haben.

Fazit:

4*
Heiß, problembelastet und spannend - das ist "Suboptimal"! BDSM-Interessierten wird das Buch gewiss gefallen. Empfehlenswert.


Liest du Romane zum Thema BDSM? Kennst du vielleicht sogar die "kinky pleasures"-Reihe?


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