Donnerstag, 3. März 2016

Buchrezension: "Phantomliebe" von Tanja Voosen

Autor: Tanja Voosen
Titel: Phantomliebe
Verlag: Impress/Carlsen
Format: E-Book 
Seitenzahl: ca. 494

Erscheinungstermin: 2015
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Genre: Urban Fantasy, Romance

Schlagwörter: Geister, Dämonen, Gruseliges
Leseprobe: *klick*


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Klappentext:

**Düster-romantisch und voller Humor zugleich**
Was ist das Schlimmste, was einer 17-Jährigen passieren kann? Sich uneingeladen auf eine angesagte Halloween-Party schleichen und zum Alibi mit einem wildfremden Jungen rumknutschen, der zwar ziemlich gut aussieht, sich aber leider als Bruder des langjährigen Schwarms herausstellt. Zumindest hätte Fen das ganz oben auf ihre Not-To-Do-Liste gepackt, wenn sie nach der besagten Party nicht in den Bannkreis eines Exorzisten gestolpert und fast von einem blutigen Mädchenphantom umgebracht worden wäre. Ja, definitiv das Schlimmste von allem. Aber dann wird sie genau von diesen beiden Jungen gerettet und erfährt eine Wahrheit über sich selbst, die alles, was sie jemals als schlimm definiert hätte, noch mal toppt…

Erster Satz: 

Geräusche einer wilden Party erfüllten die Nacht.

Meinung:

Das Cover ist wundervoll mysteriös. Die Schrift ist toll. Und es ist schwarz-grün! <3

Unter dem Titel "Phantomliebe" kann man sich nicht wirklich etwas vorstellen. Aber macht es die Sache nicht spannender? Er passt auf jeden Fall zum Cover und dem Klappentext, bei der Gesamtgeschichte bin ich jedoch unsicher.

Die Geschichte ist in verschiedene Parts geteilt. Außerdem gibt es sowohl einen Prolog als auch einen Epilog. Beide werden aus personalen Erzählperspektiven erzählt, obwohl der Rest hauptsächlich aus Fens Ich-Perspektive geschildert wird.

Die Handlung hat mir sehr gefallen, auch wenn sie nicht ganz dem entspricht, was ich nach Klappentext und Leseprobe erwartet hatte. Klischeefrei ist sie auch nicht.
Nach der Leseprobe habe ich mit einer horrormäßigen Geschichte gerechnet. Das ist nicht der Fall! Es tauchen zwar Geister und Dämonen auf, aber keinen davon fand ich so schockierend wie den ersten. Vielleicht finden Leute, die weniger horrorfilmerfahren sind, das Buch gruselig.
Nach der Leseprobe kommen dann die Klischees ins Spiel. Selbstverständlich ist Fen für Großes bestimmt. Dazu nur ein paar Schlagworte, weil ich versuche, nicht zu spoilern: eine Art Prophezeiung, Mythologie, eine zufällerigerweise übermäßig starke Protagonistin, zwei heiße, sehr unterschiedliche Brüder... Trotzdem hat mich die Geschichte unterhalten. Sie war spannend und authentisch. Die Mischung aus Dämonen, Geistern, nordischer Mythologie, aber auch anderen Sagen und Mythen ist einfach etwas Besonderes. Das hat mich wohl gefesselt. Zugegebenermaßen hat mich das Ende an Harry Potter erinnert, aber ob das gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen.

Fen ist ziemlich badass für dieses Genre. Natürlich ist sie nicht immer stark, dafür wäre eine Teenagerin nicht geeignet. Aber sie kuscht nicht vor allen, sondern versucht, sich zu behaupten, obwohl sie von vielen Dingen keine Ahnung hat.
Heißer Bruder Nummer 1, der auf den Namen Cliff hört, war mir von Anfang an unsympathisch. Er kam mir immer so glatt vor und viel zu nett.
Sein Bruder Sage hingegen... Die Szenen mit ihm und Fen waren immer unterhaltsam. Auch sonst sind dunkelhaarige "Bad Boys" mein Typ. ;)
Fens beste Freundin wird recht schnell aus der Geschichte gedrängt. Es gibt auch sonst ziemlich viele Statisten in der Geschichte. Trotzdem waren viele Nebencharaktere wie Scarlet, Jabel oder Bishop gut herausgearbeitet.

"Hey, Tantchen, wir haben einen Gast, wollen wir ihn heute vor dem Dinner zusammen foltern? Das wird ein Spaß! Komm schnell nach Hause, xoxo, Cliff!" 
(E-Book, 9%, Position 517)

Der Schreibstil ist in Ordnung. Besonders die humorvollen Stellen haben mir sehr gefallen! Es gibt auch einige schöne Metaphern.
Gestört hat mich aber die Zeichensetzung. An einigen Stellen haben Anführungszeichen gefehlt. Außerdem sollte man eingeschobene Infinitivkonstruktionen durch Kommata trennen, auch wenn diese kein Muss sind. Es erleichtert einfach die Lesbarkeit. An einer Stelle wurde sogar ein falscher Name genannt. Von einer Verlagsproduktion erwarte ich mehr.

Fazit:

4* 
Eine Geschichte mit einem wilden Mythologie-Mix, die Spaß macht. Man sollte auch Lust auf etwas Gruseliges haben, wenn man "Phantomliebe" lesen will. Empfehlenswert!


Was hältst du von gruselig-romantischen Geschichten? Hast du "Phantomliebe" vielleicht sogar schon gelesen?

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