Mittwoch, 24. Februar 2016

Buchrezension: "Hexenkinder - Aufbruch nach Norden" von Alexej Winter (Hexenkinder 1)

Autor: Alexej Winter

Titel: Hexenkinder - Aufbruch nach Norden

Reihe: Hexenkinder, Band 1
Verlag: HOMO Littera
Format: Paperback (Heft)
Seitenzahl: 57

Erscheinungstermin: Januar 2016
Altersempfehlung: ab 16 Jahren (Ist aber wegen der Kürze schwer für die ganze Reihe einzuschätzen!)

Genre: High Fantasy, Gay Romance

Schlagwörter: Elfen, Hexen, Heftroman

Leseprobe: *klick*

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Klappentext: 

Den dunklen Fürst zu ehren,
ihm Untertan zu sein und
die Pforte zu öffnen,
mit dem Blut der sieben Kinder.

Endlich kann Müllergeselle Layk nach Hause zurückkehren - doch in Kingshohen wütet ein Feuer. Und damit nicht genug: Alle Bewohner sind verschwunden, und auch von seinem Vater fehlt jede Spur. Layk beschließt, sich auf die Suche nach ihm zu machen und muss die Heimat ein zweites Mal verlassen. Die Reise ins Ungewisse beginnt, denn Layk hat nur einen Anhaltspunkt: Er muss nach Norden...



Erster Satz:

Kingshohen stand in Flammen.

Meinung:

Das Cover finde ich total schön! Tatsächlich spricht es mich ausnahmsweise mehr an als der Klappentext, weil letzterer sehr nichtssagend ist. Der Adler, die farbliche Gestaltung, die Schrift - all das sagt etwas aus. Zwar hat man immer noch keine konkrete Vorstellung, worum es in der Geschichte geht, aber ich würde den Band eher wegen des schönen Covers als wegen des Klappentextes lesen wollen. Wobei die vier Zeilen am Anfang natürlich dennoch das Interesse wecken.

Nachdem wir nun den äußersten Teil des Heftes begutachtet hätten, ist natürlich auch die Form interessant. Es ist das erste Mal, dass ich einen Heftroman lese. Davor habe ich sie nur als Kind mal in einem Kiosk gesehen. Etwa DIN A4 und mit schmalzigem Titel und fragwürdigem Cover. Hat mich damals nicht wirklich interessiert und auch heute würde ich so ein Ding wohl nicht in die Hand nehmen. Da ist "Hexenkinder" mit seinem von mir geschätzten DIN A5-Format deutlich handlicher und durch die Gestaltung auch viel schöner. Etwa 60 Seiten umfasst das Heft. Ich kann leider nicht sagen, ob das eine typische Heftromanlänge ist, aber die Vermutung liegt nahe. Bedruckt sind die Seiten zweispaltig, was das Heft auch von einem "normalen" Roman unterscheidet.

Es fällt mir schwer, etwas zur Idee zu sagen, da diese bei der Kürze des Bandes schwer zu beurteilen ist. Grundsätzlich interessiert mich die Welt, was es mit den Hexen und Elfen auf sich hat, die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten und generell Layks weitere Reise. Schon bei Manga-Reihen sträubt sich alles in mir, einen einzelnen Band zu beurteilen, weil die Übergänge so fließend sind. Nun ist so ein Heftroman aber noch kürzer und noch viel schwerer einzuschätzen. Von daher lasse ich den übergeordneten Punkt "Idee" dieses Mal aus. Vielleicht kann ich das zu einem späteren Zeitpunkt und mit mehr Heften besser beurteilen. Wobei ich den Waldteufel schon interessant fand!
Dafür werde ich mehr auf die Handlung eingehen. Vermutlich liegt es an der Kürze, dass die Handlung ziemlich straff gehalten ist. Das erste Kapitel ist schon sehr spannend, weil man sofort ins Geschehen geworfen wird. Auch Seth bringt mit seinem Auftauchen einiges durcheinander und eine nette erotische Prise in die Geschichte. Es passiert ziemlich viel in den sieben Kapiteln. Vielleicht bin ich zu verwöhnt von den Romanen, die ich normalerweise lese, aber stellenweise ging es mir doch etwas zu schnell. Natürlich könnte der Autor in einem der folgenden Bände (Es sind wohl 20 Stück geplant, Veröffentlichungsrhythmus noch unklar.) diese unklaren Stellen aufklären. Das ist für Romane auch nicht untypisch. Bleibt nur die Frage, ob Heftroman-Einsteiger wie ich sich damit anfreunden können, nur so wenig Stoff auf einmal zu bekommen. Die nächsten ein, zwei Hefte werde ich bestimmt noch lesen, um mir da ein Urteil erlauben zu können. Ehrlich gesagt hängt es auch von dem Erscheinungsrhythmus ab. Es ist angenehmer zu wissen, wann der nächste Teil kommt. Das schätze ich auch an Manga-Reihen. Und um nochmal zum Thema Handlung zurückzukommen: Es herrscht Cliffhanger-Gefahr! ;)

Die Geschichte wird aus Layks personaler Sicht erzählt. Der Schreibstil des Autoren ist sicher und flüssig, gut verständlich und schnörkellos. Ich frage mich, ob das so bleibt oder ob er ab und an noch trotz des begrenzten Platzes ein paar Metaphern für mehr Magie (Nein, ich meine nicht die Zauberei, sondern das "gewisse Etwas", das ein Text haben muss!) reinbringt. An sich ist aber nichts auszusetzen an der Art und Weise, wie "Hexenkinder" verfasst wurde.

Layk ist als Protagonist ein wenig anstrengend. Er ist nicht unbedingt dumm, aber naiv und unerfahren. Sein Verhalten ist eher impulsiv und emotional geprägt. Ich fürchte mich ein wenig davor, dass er auf Dauer nervig werden könnte. Aber dafür gibt es ja die Charakterentwicklung, nicht wahr?
Seth... *-* Hihi, er ist wohl der Traum vieler Frauen und Männer. Mir gefällt, wie Seth und Layk aufeinander reagieren. Das ist sehr spannend und amüsant zu lesen. Ich bin gespannt, wie sich die beiden entwickeln werden, vor allem nach dem Ende. ;)
Es tauchen auch viele Statisten auf. Zumindest wirkt es so, man weiß ja leider nicht, wie die Geschichte weitergehen und ob jemand davon nochmals auftauchen wird. Bei einer Person aus dem ersten Kapitel fände ich das durchaus sinnvoll, bei den anderen wäre es mir egal.

Fazit:

4*
Ein gelungener Auftakt für die Reihe! Mitreißend, Fragen aufwerfend und mit zwischenmenschlichen Verwicklungen gespickt. Ganz so, wie man es sich wünscht! Ich bin gespannt, wie's weitergeht.


Tipp: 

Falls du dich über den Autoren und seine Werke informieren möchtest, empfehle ich auch seine Homepage. Die ist sehr schön im "Hexenkinder"-Stil gestaltet!

Dieses Exemplar habe ich als Teilnehmerin der Leserunde bei Lovelybooks erhalten! Vielen Dank!

Meine Fragen an dich: Hast du schon mal einen Heftroman gelesen? Würde dich dieser hier ansprechen? 

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