Mittwoch, 3. Februar 2016

Buchrezension: "Eversea - Ein einziger Moment" von Natasha Boyd (Eversea 1)

Autor: Natasha Boyd

Titel: Eversea - Ein einziger Moment

Originaltitel: Eversea

Übersetzung: Henriette Zeltner

Reihe: Eversea, Band 1

Verlag: Egmont/LYX

Format: Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 07.05.2015

Seitenzahl: 352

Altersempfehlung: ab 16 Jahren (falls die Person ein wenig Sex nicht total verstört ;) )

Genre: Romance, Contemporary

Schlagwörter: Schauspieler, Kleinstadtleben 

Leseprobe: hier!

Wie immer mit einem Klick aufs Cover zur Verlagsseite!


Klappentext:

Die zweiundzwanzigjährige Keri Ann traut ihren Augen nicht, als eines Abends der angesagte Schauspieler Jack Eversea in dem Restaurant auftaucht, in dem sie kellnert. Ihr verschlafenes Heimatstädtchen Butler Cove im Süden der USA ist so ziemlich der letzte Ort, an dem sie erwartet hätte, auf einen Hollywoodstar wie ihn zu treffen. Doch Jack hat Gründe, warum er aus L. A. geflohen ist. Und Keri Ann weiß, dass sie die Art und Weise, wie seine Nähe ihr Herz zum Rasen bringt, aus genau diesen Gründen ignorieren sollte. Denn egal wie gut die beiden sich verstehen oder wie sehr die Funken zwischen ihnen sprühen – die Welten, in denen sie leben, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und eine Liebe zwischen ihnen ist unmöglich … oder?


Erster Satz:

Du weißt, dass du im Lowcountry von South Carolina bist, wenn sich das Lenkrad deines alten roten Pick-ups von der feuchten Luft rutschig anfühlt, die Nachrichten im Radio nur davon berichten, welchen Weg der jüngste atlantische Hurrikan voraussichtlich nehmen wird, und das überfahrene tote Tier, dem du gerade noch ausweichen kannst, ein fünf Fuß langer Alligator ist.


Meinung: 

Meiner Meinung nach ist das ein sehr sperriger erster Satz, der wenig Spannung erzeugt. Dafür ist er humorvoll und besitzt einen erkennbaren Stil. Für mich ist das der typische Ami-Stil. Das klingt nicht so nett, aber irgendwie schreiben amerikanische Autorinnen alle ähnlich in diesem Genre - oder es wird ähnlich übersetzt, wer weiß. Außerdem haben Amis eine bestimmte Art, erotische Szenen zu schreiben, welche mir nicht gefällt. Entweder sind die Frauen total unerfahren wie in "Eversea" oder "Schlampen". Das ist echt lahm. Vor allem wenn sie von nichts multiple Orgasmen bekommen oder so einen Quatsch. Zurück zum Thema: Lesbarer Stil, nicht besonders.

Das Cover ist dafür sehr schön. Die Farben sind wundervoll, die Schemen der Straße und der Brücke sowie die Kugeln/Tropfen... Ein äußerst ansprechendes und geschmackvolles Cover. Leider kann ich keine Verbindung zum Inhalt ausmachen.

Der Klappentext lässt auch nicht auf eine interessante Idee schließen. Überzeugt hat mich jedoch die Leseprobe, weswegen ich den Band bei der LLC 2015 unbedingt mitnehmen wollte. Leider war nur das erste Kapitel so eindrucksvoll. Danach wurde die Geschichte absolut vorhersehbar und langweilig. Ich musste mich schon etwas zusammenreißen, um bis zum Ende zu kommen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den zweiten Band lesen möchte. Eher nicht.

Nicht einmal die Charaktere haben es geschafft, diese absolute durchschnittliche Geschichte zu verbessern. Keri Ann war mir in der Leseprobe äußerst sympathisch und ihre Bodenständigkeit wirkte sehr erfrischend auf mich. Sobald sie sich verliebt hatte, mutierte sie zum 0815-Mädchen mit keinerlei sexueller Erfahrung, dafür aber umso mehr Notgeilheit. Mir war auch immer schleierhaft, weswegen sie Jack "liebt", denn wenn sie mit ihm zusammen war, dachte sie nur an Sex. Liebe ist für mich was anderes.
Jack blieb weiterhin charmant und geheimnisvoll, wobei letzteres selbstverständlich Probleme hervorrief und auf Dauer sogar nervte. Kommunikationsprobleme sage ich da nur. Insgesamt schneidet Jack charakterlich trotzdem besser ab  als Keri Ann.
Dafür waren die Nebencharaktere gut ausgebaut, wenn man das an ihrer Rolle und Präsenz im Roman misst.

Fazit:

2*
Ich kann das Buch ehrlich nicht empfehlen, da es für mich schnell zur Quälerei wurde. Wer aber extrem leichte und vorhersehbare Lektüre bevorzugt, sollte sich "Eversea" mal ansehen. Als Sommerroman durchaus geeignet.

Anmerkung:

Ja, ich habe das Buch umsonst bekommen, jedoch nicht als Rezensionsexemplar. Bei der LLC werden viele Bücher umsonst während einer großen Signierstunde ausgegeben. Hier nochmal ein Bild von meiner Widmung, auch wenn ich sie aus dem Buch gelöst und dieses weggegeben habe.

Hast du "Eversea" gelesen? Wie hat es dir gefallen? Gibt es positive Punkte, die ich übersehen habe?

Kommentare:

  1. Hallöchen Lisa,

    oje, das hört sich ja gar nicht gut an. Dabei fand ich den Klappentext eigentlich gar nicht mal schlecht. Sogar der - zugegeben etwas sperrige - erste Satz ließ auf eine lustige, interessante Geschichte schließen. Schade, dass das so gar nicht der Fall war. Mit dem Ami-Stil gebe ich dir Recht, das fällt mir aber bei Filmen noch viel mehr auf als bei Büchern.

    Übrigens, ich habe dich für den Liebster Award nominiert. Vielleicht hast du ja Lust, dabei mitzumachen: http://myna-kaltschnee.com/2016/02/05/mein-erster-liebster-award-3/

    Ganz liebe Grüße,
    Myna

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    1. Hallo Myna! :)

      Naja, das Buch kann anderen trotzdem gefallen. Nur weil ich kein Fan von oberflächlichem Sex und Naivität bin, hat das nicht viel zu sagen. ;) "Shades of Grey" war ja auch ein voller Erfolg, obwohl ich die Bücher mehr wie einen Autounfall gelesen habe als alles andere. Und weiterempfehlen würde ich sie schon mal gar nicht!

      Oh, das ist ja lieb von dir! <3 Gerne mache ich mit, auch wenn mein Post dazu wohl erst in ein, zwei Wochen erscheinen wird... ^-^"

      Liebste Grüße
      Lisa <3

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