Mittwoch, 6. Januar 2016

Buchrezension: „Traust du dich?“ von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

Autor: Nadine d'Arachart, Sarah Wedler

Titel: Traust du dich?

Reihe: BitterSweets

Verlag: Bittersweet/Carlsen

Format: E-Short

Erscheinungsdatum: 18.02.2015 (lt. Amazon)

Seitenzahl: ca. 94

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Genre: Romance, Mystery

Schlagwörter: Irland, Mutprobe, Geheimbund

Leseprobe: hier!

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Klappentext:

Wetterbrausen – Dunkelstille – Sonnentropfen …
»Furchtlosigkeit. Ehrlichkeit. Das Streben nach Höherem.« Dies ist das Motto der Nathair. Lily ist auf Anhieb fasziniert von dem Geheimbund. Doch der wahre Grund, warum sie sich der Aufnahmeprüfung stellt, hat dunkle Haare und sommerblaue Augen: Darragh.

Erster Satz:

Noch nie in meinem Leben war mir so kalt.

Meinung:

Das Cover ist ein Traum! *-* Grün ist immer super und Efeu mag ich auch. Dazu der kleine bittersweet-typische Schmetterling und das runde Design... Wer würde das nicht mögen?

Der Titel ist spannungsgeladen. „Traust du dich?“ klingt sowohl mysteriös als auch herausfordernd. Ein wirklich guter Titel für diese kurze Geschichte!

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Die Mutproben benötigen tatsächlich Mut, um bestanden zu werden. Natürlich zählt auch ein wenig Leichtsinn dazu und sie sind keineswegs zur Nachahmung empfohlen, aber spannend auf jeden Fall! Ich wollte diese Geschichte vor dem Einschlafen nach dem Schreiben lesen, weil ich dachte, dass sie meinen Lesedrang befriedigen würde. Das hat sie getan! Gleichzeitig hat sie mich aber auch sehr aufgewühlt, sodass ich sie nicht als Bettlektüre empfehlen kann. Von den BitterSweets, die ich bisher gelesen habe, ist der vorliegende am aufregendsten. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, doch der Thrill steht im Vordergrund. Damit hätte ich bei so einer Geschichte nicht unbedingt gerechnet, aber es hat mir sehr zugesagt.
Auch die Umgebung ist durchaus erwähnenswert! Die Geschichte spielt in Irland. Obwohl ich noch nie da war und das Land nur von Bildern kenne, hat man einen guten Eindruck von der Landschaft dort bekommen. Dennoch habe ich keine Ahnung, wie man irische Namen ausspricht. Das hätte man vielleicht noch einbringen können, denn wenn eine Amerikanerin in dieses Land zieht, wird sie das wohl kaum sofort beherrschen.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden. Er ließ schöne, romantische Szenen ebenso gut wirken wie die spannungsgeladenen. Die Ich-Perspektive verstärkt diesen Effekt noch. Das haben die Autorinnen wirklich gut geplant und durchgeführt!

Sie waren so blau, wie es der irische Himmel vermutlich selbst im Sommer nicht wird, und sie waren anders, als ich gedacht hätte – vollkommen ernst, erfüllt von einem seltsamen, schwer zu deutenden Ausdruck. (Ebook, 12%, Position 141)

Die Protagonistin Lily, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ist gut gewählt. Ich sympathisiere nicht vollständig mit ihr, da ich einige Aktionen als kopflos empfinde und auch ihr Interesse für Darragh kam mir etwas zufällig vor. Natürlich passt es in ein Jugendbuch, wenn man die Liebe-auf-den-ersten-Blick-Nummer bringt. Leider ist das trotzdem nicht mein Ding. Man muss bei BitterSweets aber darauf vorbereitet sein.
Darragh ist geheimnisvoll, undurchschaubar und schön. Also in dem Sinne nichts Besonderes. Er ist natürlich attraktiv und lässt das Herz der Leserin höher schlagen, aber er bleibt ziemlich blass. Gegen Ende der Geschichte zeigt er Gefühl, aber da ist es fast schon zu spät.
Dafür waren die Nebencharaktere ziemlich überzeugend. Jenna, Moira, Cillian... Sie alle kamen mir fast besser ausgearbeitet als das Love Interest vor.

Fazit:

4,5*

Es gibt noch Luft nach oben, aber insgesamt ist diese Geschichte sehr, sehr gut und empfehlenswert. Sie besitzt Liebe, sie besitzt Action. Ein spannender Film als kurzes Buch sozusagen. Dazu ein tolles Cover und Charaktere, ohne die diese Handlung gar nicht möglich wäre.

Was hältst du von den BitterSweets? Kennst du das oben genannte oder andere Werke der Autorinnen?

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