Montag, 9. November 2015

NaNoWriMo 2015 - Die erste Woche ist vorbei!


Die erste Woche des NaNoWriMo ist gelaufen! Dann zeige ich dir mal, wie es bei mir lief:

Falls dir dieses Bild zu klein ist, reicht ein kleiner Klick, um es größer anzuzeigen. ;) 


Von mir kriegst du nicht die allgemein bekannte NaNo-Statistik, nein! Du darfst in mein persönliches Dokument schauen, welches ich vom Blog Schriftsteller werden übernommen habe. Ich bin einfach zu faul, mir so etwas selbst zu basteln, Wenn mir also etwas Praktisches über den Weg läuft, nehme ich es mit, auch wenn ich es selbst machen könnte. Spart auch ein wenig Zeit. Vor allem, wenn ich ohnehin auf dem Blog rumgammel. ;) 
Erinnert dich meine Grafik auch an Krankenhausserien? Zum Glück war ich die letzte Woche über nicht dem Tode nahe, sondern einfach manchmal beschäftigt.
An meinem Geburtstag habe ich nichts geschrieben. Ich wollte eigentlich, aber ständig haben sich Leute gemeldet und wollten was von mir. Nicht mal eine Etappe habe ich geschafft! Obwohl ich einen schönen Geburtstag hatte, war die fette, schwarze Null schwer zu verkraften.
Dafür habe ich dann am Tag darauf sehr viel aufgeholt: Über 4k! Das ist der höchste Wordcount, den ich je an einem Tag erreicht habe. Es war so toll! 
Übers Wochenende habe ich dann der lieben Familie einen Besuch abgestattet, wodurch ich Freitag und Samstag nicht das Mindestwortziel erreicht habe. Dank Puffer kein Problem!






Was bereitete mir Schwierigkeiten?

Die unsägliche Sexszene, die meinen Twitter-Followern mittlerweile zum Hals raushängen müsste. 
Es ist eigentlich keine schlimme Szene. Nur der Einstieg war so extrem hart, weil ich wusste, dass ich sie niemals so würde aufschreiben können, dass sie so toll wird wie in meinem Kopf. Daran hat man manchmal als Autor zu knabbern. Ich habe mich durchgeboxt. Die Szene ist noch nicht beendet, aber wenigstens bin ich mittlerweile bei dem Teil angelangt, der mir leichter von der Hand geht. Gestern habe ich nur zwei Etappen gebraucht, um 1707 Wörter zu erreichen! Davor waren es immer drei.


Was habe ich gelernt?

Einerseits ist mir wieder etwas eingefallen, was ich auch damals beim SuWriMo gelernt habe: 
Lass' dich nicht von den Wordcounts anderer einschüchtern! 
Damals beim SuWriMo war ich so glücklich darüber, am Ende des Monats meine 30k geschafft zu haben. Wenn man dann sieht, dass andere in derselben Zeit das Fünffache raushauen, schüchtert einen das schon ein. Ich bin auch nach wie vor begeistert davon, wie viel andere Leute an einem Tag so schaffen. Wenn ich bei Twitter lese, dass jemand schon am sechsten Tag des NaNo die 50k geknackt hat, ist das schon beeindruckend. Man selbst steckt noch bei knapp über 10k fest, aber was soll's. Wichtig ist nämlich nur eins: Dass ich voran komme. Ich freue mich natürlich auch über die Erfolge meiner Mitstreiter, aber an sich haben diese nichts mit mir und meinen Zielen zu tun. Wenn ich am Ende des Monats als glücklicher Sieger den NaNo beenden kann, ist das mein persönlicher Erfolg
Außerdem muss man noch eine andere Sache bedenken, die viele gerne vergessen: das individuelle Schreibtempo und den Zeitaufwand. Wenn jemand in einer Stunde 1000 Wörter schafft, du selbst aber "nur" 500, solltest du dich nicht mit dieser Person vergleichen. Der andere Mensch kommt vielleicht schneller voran als du, aber über die Qualität des Geschriebenen sagt das nichts aus. Genau so kann es sein, dass du wegen persönlicher Probleme nicht so lange am Stück schreiben kannst. Oder dass du einfach nicht dazu bereit bist, deine gesamte Freizeit dafür zu opfern. 
So geht es mir nämlich: Ich schreibe gerne und wenn ich irgendwann damit meinen Lebensunterhalt bestreiten könnte, wäre das wundervoll. Gleichzeitig bin ich ein vielseitig interessierter Mensch. Ich schaue gerne Serien (TV-Kram oder Anime), gucke gerne Filme, lese viel (auch hier Romane, Sachbücher, Manga), bastle zwischendurch etwas... Das benötigt alles Zeit. Auch wenn jetzt der NaNo ist, bin ich nicht bereit, meine sämtliche freie Zeit dafür zu opfern. Ich schreibe jeden Tag mein Pensum, was auch bis zu zwei Stunden in Anspruch nehmen kann. Das war's dann aber auch. Danach will ich etwas anderes machen. Wir Autoren müssen auch neben dem Schreiben immer wieder dafür sorgen, dass sich unser Horizont erweitert und wir neuen Input bekommen. Auch, oder vielleicht sogar besonders, während eines Schreibmarathons. Von daher bewundere ich andere für ihr Durchhaltevermögen und den Willen, in jeder freien Minute zu schreiben. Ich möchte das für mich aber nicht.

Die zweite Sache ist folgende: Mein Schreibtempo steigert sich, je länger ich übe! 
Das ist eine tolle Erfahrung. Wo ich anfangs zwei Stunden bzw. mindestens drei Etappen gebraucht habe, um das Tagessoll zu erreichen, geht es jetzt deutlich schneller. Natürlich ist auch das abhängig von der Tagesform und der zu schreibenden Szene. Trotzdem denke ich, dass es stimmt. Lass' mir meinen Glauben! ;P


Was soll der Scheiß mit den Etappen eigentlich?

Ja, das ist so eine Sache. Ende Oktober habe ich mir die allseits gelobte Writeometer-App für Android geholt. Ich dachte, dass sie für den NaNo bestimmt praktisch wäre. Das ist sie auch!
Da ich aber in diesem Post nicht die Funktionsweise dieser App erklären möchte (vielleicht wann anders, wenn Bedarf besteht; ansonsten haben einige Autoren Reviews dazu geschrieben), kürzen wir das ab. 
Man kann sich einen Timer für die Schreibzeit einstellen. Voreingestellt waren 25 Minuten und ich dachte: "Das probiere ich mal aus! Schaden kann's nicht." Zuvor habe ich immer in Etappen von einer Stunde bzw, während einer Schreibnacht 50 Minuten geschrieben. Ehrlich gesagt war mir das schon immer zu lang, da man zwischendurch einfach ein Tief kriegt. Ich zumindest. 
Die frohe Botschaft lautet: 25 Minuten sind für mich perfekt. Wenn ich nicht weiterkomme, schaue ich auf den Timer und denke: "Noch x Minuten, das schaffst du doch!" Außerdem fällt es mir weniger schwer, überhaupt mit dem Schreiben anzufangen. Wenn ich davon ausgehe, jeden Tag eine Stunde schreiben zu müssen, ist das echt viel und man hat keine Ahnung, wie weit man kommt. Das weiß man bei 25 Minuten selbstverständlich auch nicht genau. Dafür geht diese Zeit aber schneller rum und man hat das Gefühl, nicht allzu viel Zeit zu investieren. 25 Minuten zu schreiben, schafft man eigentlich jeden Tag. Viele Autoren raten auch dazu, wenigstens eine Viertelstunde zu schreiben. Das ist mir zu kurz. Ich habe ein paar Wordwars mitgemacht, bin aber nicht so begeistert davon. Immer, wenn man auf die Uhr schaut, fühlt man sich gestresst, weil die Zeit so extrem knapp bemessen ist. 25 Minuten sind da viel angenehmer, finde ich. Da kommt man rein in die Geschichte und ist weniger gestresst, hat aber durchaus ein Zeitfenster und ein wenig Druck. Hinterher mache ich dann Pause. Im Idealfall nur fünf Minuten, um kurz die Hände zu entspannen, was zu trinken oder auf Toilette zu gehen. Dann kommt man wieder und ist immer noch in der Geschichte, hat aber auch Pause gemacht. Häufig mache ich länger Pause. Das hängt ganz davon ab, wie ich drauf bin. Dann mache ich zwischendurch für eine halbe Stunde die Wäsche, um danach noch eine Etappe zu schreiben. 
Dank Meritreya weiß ich jetzt auch, dass ich die Pomodoro-Technik verwende. Falls ihr also genauere Infos braucht, könnt ihr euch danach erkundigen oder auf ihrem Blog nachschauen. Der ist ohnehin sehr empfehlenswert für jeden NaNo-Interessierten!

Was sagst du? Sieht doch ganz gut aus bisher, oder nicht? Bist du ähnlich erfolgreich wie ich oder hängst du hinterher?


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Hier eine kleine Übersicht der anderen NaNo-Updates:

Kommentare:

  1. Hey, cool dass du auch die 25-Minuten-Etappen von Writeometer benutzt. Ich finde die total praktisch und kann in diesen kurzen Etappen viel konzentrierter schreiben, wie wenn ich mich eine Stunde lang oder so ans Dokument setzen würde. Zwischendurch gibt's dann immer eine Schokipause, der Wordcount wird geupdated und Twitter checkt :D

    Dir noch viel Erfolg für den NaNoWriMo! :)
    M.

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    1. Guten Abend, meine Liebe :)
      Hast du das auch eher zufällig entdeckt oder wolltest du mit der Pomodoro-Technik arbeiten? Ich bin da ja eher zufällig drauf gestoßen und fand's einfach gut... ^-^"
      Twitter mache ich mittlerweile auch, habe ich anfangs aber nicht. Da gab's nur was Süßes oder was zu trinken. Oder eine Pipi-Pause. ;D

      Ich wünsche dir auch weiterhin viel Erfolg! <3 Du bist ja wahnsinnig gut dabei. *-*
      Liebe Grüße! :)

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  2. Hallöchen nochmal,

    nein, ich habe das auch zufällig entdeckt. Von der Pomodoro-Technik hatte ich vorher noch gar nie gehört. ^^

    Ja, nur muss man bei Twitter/Facebook immer aufpassen, dass die Pausen nicht zu lange werden. In diesem Sinne widme ich mich jetzt mal nochmal 25 Minuten meinem Manuskript ;)

    Bis bald!
    M.

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