Mittwoch, 23. September 2015

Sammelrezension: "Blood in Mind" / "So bloody Far" / "Song of Blood" von Sandra Busch


ACHTUNG: Spoiler! 


Eine Sammelrezension, was ist denn das?
Sammelrezension bedeutet ganz einfach, dass ich mehrere Bände in einer Rezension bearbeite. Warum sollte ich das tun? Naja, ich habe die ganze Reihe in einem Rutsch gelesen. Ohne Pause und ohne zwischendrin eine Rezension zu schreiben. Deswegen habe ich "nur" den Gesamteindruck der Reihe im Kopf, kann aber nicht großartig zwischen den einzelnen Bänden differenzieren. Da ich aber trotzdem gerne etwas zu dieser Reihe sagen wollte, habe ich das Problem so gelöst. 
Was haltet ihr davon? Sind Sammelrezensionen in Ordnung oder sollte ich das in Zukunft lieber lassen?

Band 1: 

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Autor: Sandra Busch

Titel: Blood in Mind

Format: Ebook (in verschiedenen Ausgaben erhältlich!)

Verlag: Dead Soft Verlag

Seitenzahl: ca. 228 (lt. broschierter Ausgabe, keine Angabe beim Ebook; Info von Amazon)

Erscheinungstermin: 07. August 2011

Altersempfehlung: ab 18 Jahren (von mir so eingeschätzt)

Leseprobe: *klick*


Klappentext:

Far Baxter ist ein harter Typ. Aufgewachsen bei der Straßengang „Die Nachtwölfe“ jagt er nun Dämonen und andere Unterweltler in einer Spezialeinheit der Polizei. Und so ist es eine unangenehme Überraschung, als ausgerechnet ein Vampir sein Leben rettet. Aber Songlian Walker hat noch so manche Überraschung für Far auf Lager. Bald kommen Gefühle ins Spiel, die Far nicht für möglich gehalten hätte und gegen die er sich mit Händen und Füßen wehrt.


Erster Satz: 

Vollidiot!, dachte Far Baxter.


Band 2: 


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Autor: Sandra Busch

Titel: So bloody Far / Song of Blood

Format: Ebook (verschiedene Ausgaben erhältlich!)

Verlag: Dead Soft Verlag

Seitenzahl: ca. 176 (lt. Amazon)

Erscheinungstermin: 22. Mai 2012

Altersempfehlung: ab 18 Jahren (von mir so eingeschätzt)

Leseprobe: *klick*

Klappentext:

Die Wandlung zum Vampir ist für den SEED-Officer Far Baxter ein Schock. Doch er arrangiert sich damit. Auch gesteht er sich endlich ein, dass er viel mehr für seinen Partner Songlian Walker empfindet. Bis plötzlich Songlians Bruder Bhreac auf der Bildfläche auftaucht. Er zwingt Far zu einem perfiden Abkommen. Und Far bleibt nichts anderes übrig, als mitzuspielen, um die zu schützen, die er liebt.

Erster Satz: 

„Heiß, heiß...“ (Besonders gemein, nicht wahr? ;) )


Band 3:

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Autor: Sandra Busch

Titel: Song of Blood

Format: Ebook (verschiedene Ausgaben erhältlich!)

Verlag: Dead Soft Verlag

Seitenzahl: ca. 254 (lt. Amazon)

Erscheinungstermin: 23. Juli 2012

Altersempfehlung: ab 18 Jahren (von mir so eingeschätzt)

Leseprobe: *klick*

Klappentext:

Far sucht Vergessen in seiner Arbeit bei der SEED, bis er zufällig erfährt, dass sich Songlian in Paris vor ihm versteckt. Dort angekommen sieht er sich mit einem ihm unbekannten Vampir konfrontiert. Hat Songlian bereits einen anderen Liebhaber? Und das ist nicht das einzige Hindernis, das Far im Weg steht: Der Dämon Ooghi taucht plötzlich wieder auf. Und bei ihm befindet sich Bhreac, derdarauf brennt, Far zurück an seine Seite zu holen.

Erster Satz: 

„Nachtwölfe zogen ihr Vorhaben durch...“


Meinung zur Reihe: 


Die Cover... Was soll man dazu sagen? Eins schöner als das andere! Sinnlich, aber gleichzeitig ein wenig romantisch-verspielt. Mir gefällt, dass sich die Bände anhand der Covergestaltung eindeutig einer Reihe zuordnen lassen. Ich bin auch nicht so der Fan von Pink, aber diese Blumenranken sind wirklich hübsch.

Dann kommen wir gleich zum nächsten Punkt, welcher die Reihe eindeutig als solche kennzeichnet: die einzelnen Titel. Durch das „Blut“ wird deutlich, dass es sich um einen Vampirroman handelt. Als Einführungstitel „Blood in Mind“ zu nehmen, war eine gute Idee, da das nicht viel über die Handlung verrät und man als interessierter Leser auf jeden Fall den Klappentext lesen muss, um sich ein genaueres Bild machen zu können. 
„So bloody Far“ als Titel für Band 2 ist auch perfekt. Einmal passt dieser Titel sehr gut zur Handlung, andererseits erscheint mir die Anspielung auf den Protagonisten Far Baxter sehr gelungen. Band 3 spielt dann auf Fars Partner an, Songlian Walker. Da er meist von Far nur Song genannt wird, ist „Song of Blood“ auch eindeutig zu verstehen, nicht wahr? Ich finde diese Erwähnung der Charakternamen so toll, ich bin ganz begeistert davon! Das wurde so geschickt eingebunden... Als Leser freut man sich da doch ein Loch in den Bauch!

Das Charakterdesign ist auch gut gelungen. Far und Song sind sehr überzeugend, aber auch die Nebenfiguren fallen nicht aus ihrer Rolle. Zudem wurden Far und Song so entwickelt, dass es wahnsinnig viel Zündstoff zwischen den beiden gibt. Das ist doch mal eine hervorragende Grundlage! Außerdem wirkt das nicht zwingend herbeigeführt, also konstruiert, sondern natürlich. Als Nebencharaktere treten Fars Team sowie andere Arbeitskollegen, Songs Geliebte und Spitzel, einige von Fars Gangkollegen, Songs Familie und später sein langjähriger Freund Mathis auf. Eine sehr bunte Mischung mit einigen einzigartigen Fundstücken darin!

Die Handlung... Das ist schon schwieriger. Natürlich fand ich den Klappentext ansprechend. Außerdem ist das hier meine erste Gay-Geschichte mit Vampiren! Von daher durchaus eine Überlegung wert. Der Anfang hat mir auch gut gefallen, die Spannung wurde gesteigert. Obwohl ich sonst auch nicht so auf Special Unit-Stories stehe, hat mir auch dieser Teil der Geschichte nicht missfallen. Jedoch fand ich manche Konflikte unnötig oder zu übertrieben. Far und Song sind als Charaktere schon so interessant und voller Spannung, die beiden zusammen hätten auch ohne Probleme von außerhalb genügend Gelegenheit für Konflikte gehabt. Stattdessen hat man dann Songs Brüder eingeschleust und als Gegenspieler eingeführt. Was an sich auch nicht schlecht wäre, aber warum müssen diese Vampire ihre Macht in Form von Vergewaltigungen demonstrieren? Das sind Vampire! Klar sind die grausam und das ist auch gut so, aber gäbe es da nicht kreativere, weniger plumpe Wege, das darzustellen und einen Konflikt zu entwickeln? Noch viel schlimmer als das war eigentlich, wie hinterher damit umgegangen wurde. Vergewaltigungen lösen schwer wiegende Traumata aus, welche einen bis zum Lebensende begleiten. Hier wird die typische Autorenzaubermethode angewandt: Ein bisschen kuscheln, Zeit mit dem Liebsten verbringen und tadaaa: Alles wieder in Butter! Das kann ich nicht akzeptieren. Aber so wird in der ganzen Reihe mit Problemen umgegangen. Wie oben bereits erwähnt, bieten allein schon die beiden Hauptpersonen genügend Konfliktpotential. Natürlich streiten sie sich da auch oder begehen mehr oder weniger schlimme Fehler. Nach maximal zwei Sätzen ist das alles vergeben und vergessen. Ernsthaft?

Der Erzählstil ist flüssig zu lesen. Ab und an ist mir mal ein Fehlerchen über den Weg gelaufen, tragisch war das aber bei weitem nicht. Besondere Stilblüten konnte ich für mich nicht entdecken, aber das ist durchaus in Ordnung so. Dafür verstand sich die Autorin hervorragend darauf, ihre Bände mit einem Cliffhanger enden zu lassen. Wirklich sehr geschickt!
Als personale Erzählperspektive wird hauptsächlich Fars verwendet, ab und an wechselt die Autorin aber auch zu Songs.

Außerdem noch ein kleiner Hinweis: Es gibt keine Kapitel! Sinnabschnitte werden durch klare Absätze, also mit mehreren Zeilen Abstand, gekennzeichnet. Ansonsten ist man leider auf sich allein gestellt. Das macht es relativ schwierig, eine gute Stelle zum Aufhören zu finden, wenn man einen Band nicht an einem Tag zu Ende lesen kann oder will. In den Bänden 2 und 3 tauchen dann ab und an mal solche Zeichen ~ als Trennung zwischen Textabschnitten auf, aber ob das Kapitel kennzeichnen soll, weiß ich nicht.

Fazit: 


Insgesamt halte ich diese Reihe für den reiferen Leser geeignet. Sie ist unterhaltsam und spannend, aber man sollte nicht zu viel hineininterpretieren oder alles für bare Münze nehmen.

3,5*

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