Mittwoch, 30. September 2015

Buchrezension: "Die Stadt des roten Todes" von Bethany Griffin (Das Mädchen mit der Maske #1)

Autor: Bethany Griffin
Titel: Die Stadt des roten Todes

Originaltitel: Masque of the Red Death

Übersetzung: Andrea Brandl

Reihe: Das Mädchen mit der Maske, Band 1
Verlag: Goldmann
Format: Paperback (Auch als Ebook verfügbar!)
Seitenzahl: 345

Erscheinungstermin: 19.11.2012
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (von mir so eingeschätzt)
Leseprobe: *klick*

Mit einem Klick aufs Bild zur Verlagsseite! 



Klappentext: 

Wenn alles um dich herum in Trümmern liegt - wofür lohnt es sich zu leben? 
Die Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten, ganze Straßenzüge liegen in Ruinen. Der Regent feiert wilde Feste, während die Bevölkerung von einer schrecklichen Seuche dahingerafft wird. Nur eine kleine Oberschicht kann sich durch kostbare Masken vor der Krankheit schützen. So auch die junge Araby. Doch unter der Last einer großen Schuld sucht sie Vergessen in den Nachtclubs der Reichen. Dort begegnet ihr der faszinierende, verführerische William. Und Elliott, tollkühn, ein Revolutionär. Beide werben um Araby. Und sie muss sich entscheiden, ob sie sich dem Leben stellen und kämpfen will. Um ihre Liebe. Um Vergebung für ihre Schuld. Und um die Zukunft...

Anmerkungen: 

Diese Buch steht schon eine Weile bei mir herum. Glücklicherweise gleich zusammen mit dem zweiten Band, an den ich mich als nächstes machen werde. Warum ich es gekauft habe? Ich habe doch so ein Faible für die Nevermore-Trilogie von KellyCreagh... Was fällt einem zu „Roter Tod“ und „Prinz Prospero“ ein? Richtig, Edgar Allan Poe! Also eine weitere Poe-inspirierte Geschichte nach Nevermore, da konnte ich die Finger gar nicht bei mir behalten! Aber ich habe es bisher nicht bereut.

Insgesamt wird diese Geschichte in zwei Bänden erzählt. Zusätzlich hat Bethany Griffin eine 50-seitige Novelle über Arabys beste Freundin April geschrieben, welche bisher nicht übersetzt worden ist. 

Erster Satz: 

Kalter Regen fällt vom schiefergrauen Himmel, als wir an einer Kreuzung abrupt zum Stehen kommen.


Meinung: 

Die Farbgebung des Covers ist nicht nur schön, sondern auch passend. Es lohnt sich auch, die Einbandlaschen einmal aufzuschlagen. ;)

Dieser Roman hat eine ganz besondere Stimmung. Er ist so düster und die Stadt und die Menschen so trist. Doch der Hoffnungsschimmer leuchtet die ganze Zeit so stark, dass man nicht wegsehen bzw. das Buch aus der Hand legen mag. Die Geschichte ist durchdacht und spannungsgeladen, verwirrend, geheimnisvoll, niedlich, voller Liebe und Hass. Das hat Blockbusterformat! Trotzdem geht es auch tiefer: Die kleine reiche Oberschicht, ein grausamer Herrscher, Leid, der Umgang mit Schuld...

Araby als Ich-Erzählerin bringt die Emotionen gut zur Geltung, da sie selbst so gefühlsbeladen ist. Sie ist sympathisch, man empfindet Mitleid mit ihr, wenn man von ihrem Schicksal erfährt. Auch wenn sie anfangs nur kämpft, weil sie angeblich nichts zu verlieren hat, ändert sich das und sie wird eine treibende Kraft. Mir gefällt, wie sie von einer passiven zur aktiven Person wird, obwohl sie immer noch eine Marionette der Männer ist.
Elliott ist undurchschaubar und verwirrend, aber ein Spannungsfaktor.
William ist herzzerreißend gut - und sorgt dennoch für Überraschung. Seine beiden jüngeren Geschwister sind so niedlich und liebenswert!
Zuletzt zu den Bösewichten: Nicht nur Prinz Prospero ist der Böse. Später kommt noch ein Rivale hinzu...

Der Schreibstil ist einfach und schlicht, wie man es von Ich-Erzählern gewohnt ist. Dennoch ist der Roman stimmungsvoll geschrieben und wirklich gut zu lesen. Die Zeit vergeht wie im Flug – und dann ist es plötzlich schon vorbei.

Ein Wermutstropfen: Arabys Name. Alle anderen Bürger haben einen normalen Namen, nur sie mysteriöserweise etwas Komisches.

Fazit: 

5*


Charakterentwicklung, Love Triangle, Revolution, Leid, Hoffnung. All das in einem Band. Wer will sich das schon entgehen lassen? Vor allem, wenn es zusätzlich gut geschrieben und spannend ist? 

Hast du diesen Roman gelesen? Was hältst du von ihm und der Dilogie?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen