Dienstag, 12. Mai 2015

LLC 2015 Part 1



Was soll ich sagen? ICH WAR DA!!!
Obwohl die Wochen davor so anstrengend waren (s. Update #6), bin ich hingefahren. Ganz alleine, ohne Bekannte, Freunde... Wenn ich ganz ehrlich bin, kannte ich selbst die meisten Autoren nur vom Hörensagen. Es kam mir überflüssig vor, mir die alle vorher anzugucken, da ich hauptsächlich wegen der Workshops hingefahren bin (und die Zeit, um von all diesen Leuten etwas zu lesen, hatte ich noch viel weniger!). Also interessierte mich eher die Liebesromanautorenseite der Veranstaltung, nicht so sehr die der Liebesromanleser. Ich meine, klar, ich lese so etwas auch. Wäre auch schlecht, wenn ich Romance (momentan bevorzugt Gay) schreiben will und dann das Genre nicht kenne. Aber ich merke mir eher die Handlung der Geschichte und vielleicht noch Cover und Titel, aber Autoren...? Ich schätze diese Leute dafür, dass sie Bücher schreiben. Aber mehr muss ich mit denen nicht unbedingt zu tun haben. Abgesehen natürlich von Erfahrungsberichten und Tipps aus der Branche, damit ich meinem persönlichen Ziel näher kommen kann! Aber sonst? Was bringt mir eine Unterschrift von X zum Beispiel? Keine Ahnung, mir zumindest nichts. Das gilt natürlich nicht nur für Autoren, sondern für jegliche bekannte Persönlichkeit da draußen.

Aber nun zurück zum Thema: die LoveLetter Convention!





SAMSTAG

Ein T-Shirt aus der Conventiontasche. Aber das ist noch nicht alles!
Ich war ziemlich aufgeregt. Mein Zug ist um kurz nach 7 Uhr losgefahren, ich musste also früh aufstehen. An einem Samstag! Das ist echt nicht leicht. Dann war ich kurz vor 10 Uhr am Berliner Hauptbahnhof und musste von da aus weiter zum Veranstaltungsort. Blöd nur, dass die erste richtige Veranstaltung schon um 9 Uhr losging. Und dann auch noch eine, die mich sehr interessiert hätte: der Round Table zur Gay Romance! Aber eigentlich war das klar. Mein Ticket habe ich vor Veröffentlichung des Programms gekauft, weil ich den Sparpreis nutzen wollte. Gleichzeitig wollte ich aber nicht schon um 5 Uhr morgens Zug fahren, also musste eine spätere Zeit her... Und dass dann genau vor meiner Ankunft eine Veranstaltung gelegt wird, die mich interessiert, ist einfach ein mieser Zug des Schicksals. Wenn jemand da war und mir davon berichten möchte: Sehr, sehr gerne! ;)

Da ich erst nach 10 Uhr am Ort des Geschehens angekommen bin und dann auch noch meine Conventiontasche holen und mich sowieso ein wenig orientieren wollte, habe ich auch zu diesem Zeitpunkt an keiner Veranstaltung teilgenommen. Bringt auch nicht viel gegen halb 11 noch irgendwo reinzugehen...
Die leere Conventiontasche zusammen mit der in ihr gefundenen LYX-Tragetasche (äußerst nützlich!)

Eigentlich wollte ich um 11 Uhr zum Round Table "Jobs in der Verlagsbranche", hab mich dann aber spontan umentschieden. Letztendlich saß ich im Workshop zum Thema "Sex und Erotik - die große Bühne für den Helden". Ist ja auch nicht unwichtig für eine angehende Romance-Autorin. Vor allem weil ich mich immer wieder frage, wie viel Sex überhaupt nötig ist in so einer Geschichte. Aber das ist ein anderes Thema, das ich vielleicht wann anders vertiefen kann.

Ich bin dann gleich im Raum geblieben, um am nachfolgenden Workshop teilnehmen zu können: "Keine Zeit zum Luftholen - Was braucht es für den Spannungsbogen?" Wir sind uns bestimmt alle einig, dass ein guter Roman auch ein gewisses Maß an Spannung beinhalten sollte, nicht wahr? Von daher selbstverständlich interessant für mich! Die beiden Autorinnen waren sehr nett und haben sich viel Mühe gegeben. Leider hat man bei Montana C. Drake deutlich gemerkt, was ihre Lieblingsphrasen sind. Das ist nicht böse gemeint, jeder hat typische Worte, die häufiger verwendet werden als andere, aber bei einem 45-50 Minuten dauernden Workshop ist das doch etwas anstrengend für den Zuhörer...


Ein Teil der Goodies aus der Conventiontasche zusammen mit dem darin befindlichen Poster.

Mittagspause! Mein Gott, war das voll da draußen! Zum Glück gab es zwei Schlangen, da kam man recht zügig dran. Leider war das Fleisch schon fast kalt, als ich mit dem Essen begonnen habe. Einen Platz habe ich glücklicherweise auch gefunden! An einem Autorentisch sogar. Das ist mir aber erst später aufgefallen, da ich ja keine Gesichter kannte... Zumindest hatte ich die Damen von dem Tisch vorher nicht in einem Workshop gesehen. Naja, sie haben sich sowieso unterhalten. Und ich hätte auch gar nicht gewusst, was ich fragen sollte!

Als nächstes ein Panel: "Social Media und die neue Nähe zum Autor - Fluch oder Segen?" Ich bin ein wenig durch die Gegend geirrt, weil auf der Karte nicht ganz eindeutig war, wie ich zur Aula komme. Aber ein paar nette Mädels haben mir dann den Weg gezeigt. Ich habe viele interessante Sachen erfahren und hoffentlich etwas für die Zukunft gelernt.

Dann musste ich zum ersten Mal den Raum zwischen den einzelnen Veranstaltungen wechseln. Vor der Mittagspause war ich ja nur in einem Raum gewesen. Das war aber kein Problem, ich wusste ja, wo ich hingehen musste. Außerdem endet jede Veranstaltung früher, ist auch gar nicht auf eine Stunde ausgelegt, sondern dauert in der Regel etwa 45 Minuten. Also keine Angst, ihr schafft es meistens pünktlich! ;) Möchtet ihr raten, wo ich war? Natürlich wieder bei einem Workshop! "Cover-Design - mehr als nur eine schöne Hülle" war der Titel. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen! Das Trio von MIRA war sehr sympathisch und hat den Zuhörern einen guten Einblick in den Entwicklungsprozess eines Covers gegeben.


Die Rückseite des Posters zusammen mit den restlichen Goodies. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich auch auf der Convention hier und da ein paar Leseproben und Karten eingesteckt habe, die sich auch mit in dieser Sammlung befinden...

Weiter zum nächsten Panel: "Geht's noch? Wie düster darf der Liebesromanheld sein?" Natürlich lasse ich mir da nichts vorschreiben. Mich hat aber die Meinung etablierter Autorinnen, der Verlagsmitarbeiterinnen und natürlich auch der anderen LeserInnen interessiert. Schließlich schreibt man letzten Endes auch irgendwie für eine Zielgruppe... Zumindest sollte man eine in der Hinterhand haben, wenn man das Manuskript loswerden will, nicht wahr? Das war auch meine erste Veranstaltung, bei der auch Englisch gesprochen wurde. Kein Problem für mich, trotzdem fand ich es nett, dass für die nicht so Sprachbegabten alles übersetzt wurde.

Die letzte Veranstaltung des Tages war wieder ein Workshop, dieses Mal mit dem Titel "Wie schreibt man ein Exposé?". Davor werde ich mich wohl auch nicht drücken können, wenn ich mal veröffentlichen will. Selbstverständlich habe ich mir fleißig Notizen gemacht!


Tadaaa! Die Rückseite des Shirts. Ein sehr gelungener Spruch, nur die Farbe sagt mir nicht allzu sehr zu. Als Schlafshirt trotzdem überaus geeignet! Bin gespannt, wie begeistert mein Freund davon sein wird... ;)
(Da die Schrift etwas schwer zu lesen ist: "...your bookboyfriend" steht auf der Rückseite des Shirts.)

Weiter geht's demnächst mit Teil 2! Stay tuned! ;P

Keine Kommentare: