Dienstag, 17. März 2015

Buchrezension: "Verwählt" von L. C. Coulori

Autor/in: L. C. Coulori
Titel: Verwählt
Verlag: (Selfpublisher!)
Format: Ebook
Seitenzahl: ca. 69
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,,Inhaltsangabe": 


Mark bekommt mitten in der Nacht einen Anruf eines Fremden. Dieser scheint verärgert und macht sich nicht erst die Mühe, zu fragen ob er richtig ist, sondern macht sich erst einmal Luft. Doch bleibt es bei diesem einen Telefonat? 

Erster Satz:

"Völlig hinüber von dem harten Arbeitstag gab sich mark nicht einmal mehr die Mühe, sich eine Dusche zu gönnen."

Meinung: 

Mir gefällt die Farbgebung des Covers sehr gut. Oben ist das Motiv hellblau und wird nach unten hin dunkelgrün. Sehr hübsch anzusehen. Das Motiv ist natürlich ein Telefon mit Schnur. Die beiden Schmetterlinge lockern das Ganze auf und verbreiten eine leichte Stimmung.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir immer noch sehr. Nach einem fehlgeleiteten Anruf kommt nicht das peinlich berührte "Ups, verwählt!", sondern ein Gespräch. Zwei Menschen, die sich fremd sind, öffnen sich einander und das finde ich sehr schön. Trotzdem ging es mir dann doch etwas schnell zum Ende hin. [SPOILER: Die beiden kennen sich erst zwei Wochen bzw. 6 Gespräche lang und lieben sich dann schon? Dafür habe ich kein Verständnis. Und der Epilog erst!]

Mark und Ben fand ich beide cool. Mark als schwulen Bauarbeiter und Ben, weil er so einen netten Charme besitzt. Als Paar gefallen die beiden mir auch. Was mich aber stört: Das Geheule!  
"So viel Glück, dass er spürte, wie ihm die Salzkristalle aus den geschlossenen Lidern traten." (Ebook, 98%, Position 1203). 
Klingt abgesehen von den "Salzkristallen" (Wer weint Kristalle? Das würde echt wehtun!) ist diese Stelle nicht schlimm. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand vor Freude weint. Aber innerhalb der kurzen Geschichte wurden meiner Meinung nach etwas zu viele Tränen vergossen.

Der Stil ist nicht schlecht, aber und an sind einige sehr nette Formulierungen dabei. Insgesamt ist er mir aber zu falch. Ich weiß nicht genau, ob ihr damit etwas anfangen könnt, aber es fällt mir schwer, das genauer zu beschreiben. Vielleicht ist es auch nur was Persönliches, das auf andere ohnehin nicht zutrifft. Gestört haben mich durch die Fehler, welche vor allem die Zeichensetzung betrafen. Keine Angst, es ist nicht tragisch, aber auf Dauer war es mir doch unangenehm. Außerdem hätte ich hier und da was gestrichen, da die Handlung sich wiederholt hat. Nicht im Sinne von Wortwiederholungen sondern vom Beschreiben. Bei sowas komme ich mir immer etwas dumm vor, da ich das doch im letzten Nebensatz schon verstanden habe. Insgesamt sind das aber alles oberflächliche Kritikpunkte, die man leicht ausmerzen könnte.



Fazit: 

Diese Geschichte ist wahnsinnig kurz, hat aber einige Fehler. Trotzdem ist sie nicht schlecht, weswegen ich drei Sterne vergebe!

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